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Kategorie: Mut tut gut

Die volle Tasse – warum wir Veränderung bei vertrauten Menschen übersehen

Wir bemerken Veränderungen an Menschen, die wir gut kennen, häufig nicht. Daniel J. Simons und Daniel T. Levin haben das Phänomen 1998 als change blindness beschrieben – in einem heute klassischen Experiment ersetzte mitten im Gespräch eine andere Person den ursprünglichen Gesprächspartner, ohne dass es bemerkt wurde.

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Female Finance – warum Frauen in der Finanzberatung systematisch benachteiligt werden

Frauen werden in der Finanzberatung messbar schlechter beraten als Männer. Die ZEW-Mannheim-Studie Gender Differences in Financial Advice unter Leitung von Tabea Bucher-Koenen dokumentiert: Männer bekommen häufiger Rabatte, Frauen häufiger überteuerte Fonds.

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Vom Marsch zum Tanz – Kommunikation in einer VUCA-Welt

VUCA – volatil, unsicher, komplex, ambig – beschreibt nicht nur Märkte und Strategien, sondern verändert auch, wie Menschen miteinander sprechen sollten. Wer den Begriff aus dem Vokabular der US Army in die Wirtschaft mitgenommen hat, ordnet ihn häufig Warren Bennis und Burt Nanus zu; das Akronym selbst entstand jedoch am US Army War College, in Curriculum-Materialien von 1987.

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Broaden-and-Build – wie positive Emotionen den Blick weiten

Barbara Fredricksons Broaden-and-Build-Theorie hat eine kleine Verschiebung in der Psychologie der Emotionen bewirkt: Positive Gefühle sind in dieser Sicht nicht bloß angenehme Begleiterscheinung, sondern ein eigenständiges Werkzeug. Sie weiten die Wahrnehmung, vermehren Handlungsoptionen und bauen über die Zeit langfristige Ressourcen auf – kognitive, soziale, körperliche.

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Zuhören und Stille – die unterschätzte Disziplin guter Gesprächsführung

Wir alle halten uns für gute Zuhörer:innen – und liegen oft falsch. Guy Itzchakov, Avraham N. Kluger und Dotan R. Castro (Personality and Social Psychology Bulletin 2017) haben in mehreren Experimenten gezeigt: Hochwertiges Zuhören verändert nicht nur, wie sich Sprecher:innen fühlen, sondern auch, wie sie über ihre eigenen Positionen denken – sie werden differenzierter, weniger dogmatisch, einsichtsfähiger.

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Erfolgreiche Gespräche im Berufsalltag führen – warum dieses Buch kein Überzeugungs-Buch ist

Beim Schreiben eines Fachbuchs zur Gesprächsführung steht man früh vor einer Grundsatzentscheidung: Soll das Buch Techniken vermitteln, mit denen man andere von der eigenen Position überzeugt – oder soll es etwas anderes versuchen? Bei Erfolgreiche Gespräche im Berufsalltag führen (Springer Gabler, 2023) fiel die Entscheidung gegen das Überzeugungs-Paradigma und für eine andere Lesart von Dialog: Begegnung statt Beeinflussung.

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