Zum Inhalt springen

Die Bedeutung der Stimm- und Körperpräsenz (Masterarbeit, GRIN Verlag, 2021)

Seit der Pandemie verlagert sich ein großer Teil unserer internen Kommunikation ins Virtuelle – und mit ihm verarmt unsere Präsenz: Von uns bleiben oft nur Mimik und der Ausschnitt des Oberkörpers. Meine Masterarbeit, erschienen beim GRIN Verlag, fragt, was dieser Verlust an Körpersignalen für das Verstehen einer Botschaft bedeutet und warum Stimm- und Körperpräsenz gerade in Organisationsentwicklungen besondere Beachtung verdienen. Sie verbindet dafür soziologische, psychologische und physiologische Perspektiven.

Veränderung gelingt nur über Verständigung – und Verständigung lebt von mehr als Worten. Wenn der Körper aus dem Bild fällt, fehlt ein Resonanzraum, den wir sonst unbewusst nutzen.

Vom Nervensystem zur Stimme

Ein Strang der Arbeit führt über das Bindungsbedürfnis und die Polyvagaltheorie nach Stephen W. Porges zu der Frage, wie unser autonomes Nervensystem auf nonverbale Signale reagiert – und wie Stimme und Emotion zusammenhängen. Sicherheit entsteht körperlich, bevor sie kognitiv wird.

Kommunikation als System und als Erzählung

Ein zweiter Strang betrachtet Kommunikation systemisch – mit Niklas Luhmann – und als narratives Geschehen: Wie entsteht Authentizität in der Narration, welche Rolle spielen Empowerment, die Arten des Zuhörens (in Anlehnung an Otto Scharmers Theory U) und – nicht zuletzt – das Schweigen?

Für mich war diese Arbeit ein Fundament. Viele Themen, die heute in meiner Serie Mut tut gut wiederkehren – die Polyvagal-Theorie, die Macht der Worte, die Ebenen des Zuhörens, das Schweigen –, haben hier ihren wissenschaftlichen Ausgangspunkt.

Was hörst Du eigentlich, wenn niemand spricht?

📄 Stephanie Voss: Organisationsentwicklungen und ihre virtuellen mündlichen internen Kommunikationen. Die Bedeutung der Stimm- und Körperpräsenz. GRIN Verlag, München 2021. → https://www.grin.com/document/1158431

Zusammenfassung: Die Masterarbeit verbindet Polyvagaltheorie (Porges), Systemtheorie (Luhmann) und Theory U (Scharmer), um zu zeigen, warum Stimm- und Körperpräsenz in virtueller interner Kommunikation über Verstehen und Vertrauen entscheiden. Sie bildet das wissenschaftliche Fundament vieler Themen der Serie Mut tut gut.

Teil der Seite „Veröffentlichungen“ – Bücher und Beiträge von mir.

Published inVeröffentlichungen

Sei der Erste der einen Kommentar abgibt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert