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Stress entsteht nach Richard S. Lazarus und Susan Folkman (1984) nicht aus dem Ereignis selbst, sondern aus seiner Bewertung im Verhältnis zu den eigenen Ressourcen. Das transaktionale Stressmodell ist seit Jahrzehnten das Standardmodell der Stressforschung.
Eine viel zitierte Studie von Rose, Koperski und Golomb (Archives of Internal Medicine, 2010) ergab: Menschen mit höheren Werten auf der Depressionsskala essen etwa 55 % mehr Schokolade als Menschen ohne depressive Symptome. Doch der Befund wird oft falsch interpretiert.
Selbstmitgefühl bedeutet, sich selbst mit der Wärme zu behandeln, die man einem guten Freund in einer schweren Stunde entgegenbringen würde. Was nach Wohlfühl-Spruch klingt, ist eines der am besten erforschten Konzepte der Positiven Psychologie.
Was treibt einen Menschen wirklich an? Die wissenschaftlich am besten erforschte Antwort liefert die Selbstbestimmungstheorie (SDT) von Edward L. Deci und Richard M. Ryan (University of Rochester).
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern die Bereitschaft, ein lohnenswertes Risiko einzugehen. Die psychologische Forschung um Cynthia L. S. Pury (Clemson University) hat in den letzten zwei Jahrzehnten gezeigt: Mut hat drei Bestandteile – Freiwilligkeit, Risiko und ein wertvolles Ziel.
Der Philosoph Robert C. Solomon bezeichnete Dankbarkeit in Spirituality for the Skeptic (2002) als beste Haltung zum Leben überhaupt – nicht nur als Antwort auf Krisen. Die empirische Forschung gibt ihm recht: Die seminale Studie von Emmons & McCullough (2003) belegt, dass schon eine wöchentliche Dankbarkeits-Übung das Wohlbefinden messbar steigert – psychisch, körperlich und sozial.
Der Kopf-Herz-Hand-Ansatz geht auf den Schweizer Reformpädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) zurück. Wer einem Menschen wirklich zuhört, hört auf drei Ebenen gleichzeitig: kognitiv (Kopf), emotional (Herz), handlungsbezogen (Hand).
Achtsamkeit ist seit Jon Kabat-Zinns MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction, 1979) wissenschaftlich erforscht. Hölzel und Lazar (2011) wiesen nach: Nach acht Wochen Praxis verändern sich messbar Hirnstrukturen – mehr graue Substanz im Hippocampus, weniger Aktivität in der Amygdala. Im Urlaub fällt uns Achtsamkeit leichter.
Eine repräsentative Allensbach-Studie aus 2020 zeigt: Bei Männern bauen Erfolg im Beruf (82 %) und Finanzen (77 %) das Selbstbewusstsein. Bei Frauen sind es Beliebtheit (74 %) und gutes Aussehen (72 %).
Ein Vortrag über agile Meetingkultur brachte mich zu einer viel grundlegenderen Frage: Wofür möchten wir eigentlich erinnert werden? Bronnie Wares Studie über die häufigsten Bereuungen Sterbender und David Brooks‘ Unterscheidung von Lebenslauf- und Trauerrede-Tugenden geben dieselbe Antwort: Was am Ende fehlt, hat selten mit Status, Titel oder vollen Kalendern zu tun.