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Kategorie: Mut tut gut

Pforten der Entdeckung – James Joyce, Saras Sarasvathy und die Praxis des klugen Fehlers

„His errors are volitional and are the portals of discovery“ – schreibt James Joyce 1922 in Ulysses und legt diesen Satz seinem Protagonisten Stephen Dedalus in der Bibliotheksszene in den Mund. Die populäre Kurzform – „Mistakes are the gateway to new discoveries“ – verkürzt die Pointe entscheidend. Joyce sagt nicht, dass Fehler zufällig zu Entdeckungen führen; er sagt, dass der Schöpferische seine Fehler willentlich begeht.

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Welche Person bin ich gerade? – Sivananda, Rosenstiel und die drei Schichten des situativen Selbst

„Jeder hat verschiedene Persönlichkeiten, die wie Schauspieler in verschiedenen Situationen in den Vordergrund treten“ – ein Satz, der Swami Sivananda (1887–1963) zugeschrieben wird, dem indischen Yoga-Lehrer und Begründer der Divine Life Society. Was bei ihm fast theatralisch klingt, hat die Verhaltenswissenschaft seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in präzise Modelle übersetzt.

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Mit Dir beginnt die bessere Welt – Marie Curie, der Confidence Gap und die Praxis der Vorurteils-Prüfung

„You cannot hope to build a better world without improving the individuals“ – schreibt Marie Curie 1923 in ihren Autobiografischen Notizen. Die volle Aussage ist wesentlich reicher als die populäre Verkürzung: Sie verbindet die individuelle Selbst-Arbeit mit einer geteilten Verantwortung für die Menschheit – und dem Hinweis, dass die eigentliche Pflicht darin besteht, jenen zu helfen, denen man konkret nützen kann.

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Gelassenheit als reife Erkenntnis – James Allen, Mencius und die Praxis der Geduld

„Calmness of mind is one of the beautiful jewels of wisdom“ – schreibt James Allen 1903 im Schlusskapitel seines kleinen Klassikers As a Man Thinketh. Innere Ruhe, sagt Allen, sei „das Ergebnis langer und geduldiger Selbstbeherrschung“ – Zeichen einer gereiften Erfahrung und einer mehr als gewöhnlichen Kenntnis der Gesetze des Denkens.

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Die innere Stimme hören – Bettina von Arnim, Selbstbestimmung und die Praxis des Veränderns

Finde dich, sei dir selber treu, lerne dich verstehen, folge deiner Stimme, nur so kannst du das Höchste erreichen – dieser Satz wird Bettina von Arnim zugeschrieben und steht in vielen Zitatkalendern. Belastbar nachweisen lässt er sich in ihrem Werk so nicht – aber die Pointe trifft, was sie in Die Günderode (1840) tatsächlich geschrieben hat: Selbstdenken ist der höchste Mut.

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Was wir denken, wirkt – Dale Carnegie, Aaron Beck und die Macht der inneren Welt

„Remember, happiness doesn’t depend upon who you are or what you have, it depends solely on what you think“ – dieser Satz wird im Zitatebetrieb häufig Andrew Carnegie zugeschrieben, dem Stahlindustriellen. Tatsächlich stammt er von Dale Carnegie, dem amerikanischen Bestsellerautor von How to Win Friends and Influence People (1936) und How to Stop Worrying and Start Living (1948).

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