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Schlagwort: Feedback

Die Illusion der perfekten Kommunikation – André Heller, Emma Levine und der Mut zur freundlichen Ehrlichkeit

Wir überschätzen, wie negativ andere auf Ehrlichkeit reagieren (Levine & Cohen 2018) – freundliche Ehrlichkeit schadet der Beziehung seltener als die diplomatische Schonung. Wer klar in der Ich-Form sagt, was er sieht, und es als seine Sicht kenntlich macht, verbindet Ehrlichkeit und Höflichkeit, ohne die Integrität zu opfern.

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Wenn Feedback zur Waffe wird – Avraham Kluger, Leanne Atwater und die Integrität von Feedbackprozessen

Feedback-Instrumente entwickeln Menschen nur, solange sie Entwicklung und Bewertung trennen – die Meta-Analyse von Kluger und DeNisi zeigt, dass über ein Drittel aller Feedback-Interventionen die Leistung senkt, sobald sie das Selbst statt die Aufgabe treffen, und Atwaters 360°-Forschung belegt, dass Mehrquellen-Feedback nur als Entwicklungswerkzeug trägt. Wer Feedback an Personalentscheidungen koppelt, verwandelt ein Werkzeug der Ermöglichung in eines der Macht – und zerstört mit einem einzigen manipulierten Prozess die psychologische Sicherheit einer ganzen Organisation.

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Weshalb Feedback oft scheitert – das Johari-Fenster, Therese Huston und die Forschung zur Wirkung

Über ein Drittel aller Feedback-Interventionen verschlechtert die Leistung (Kluger & DeNisi 1996), weil Feedback in Selbst-Abwehr kippt – vor allem am blinden Fleck des Johari-Fensters. Wer vorab klärt, ob Anerkennung, Coaching oder Bewertung gebraucht wird (Huston), und zukunftsgerichtet fragt, macht aus Feedback gemeinsame Erkundung statt Belehrung.

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Feedback: Die zwei Seiten einer wirkungsvollen Geste

Die Meta-Analyse von Kluger und DeNisi (607 Effektstärken, über 23.000 Beobachtungen) zeigt, dass Feedback im Schnitt wirkt (d = .41), aber in gut einem Drittel der Fälle die Leistung verschlechtert – entscheidend ist, ob es auf die Aufgabe oder auf die Person zielt, was Sheila Heens Identitäts-Trigger auf der Empfängerseite spiegelt. Wirksames Feedback bleibt deshalb aufgabenbezogen, konkret und beobachtbar – und wer es empfängt, lernt doppelt: über sich und über den Gebenden.

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