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Monat: März 2025

Wo Theory U schon gelebt wird – Otto Scharmer, Amy Edmondson und die unterschätzte Tiefe agiler Meetings

Otto Scharmer unterscheidet vier Aufmerksamkeitsfelder, aus denen heraus Teams sprechen: das Herunterladen alter Muster, die Debatte, den Dialog und das Presencing – das gemeinsame Spüren einer entstehenden Zukunft. Was selten gesehen wird: Gut geführte agile Formate wie die Scrum-Retrospektive sind genau dafür gebaut.

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Handle, als ob es zählt – William James, Keiko Otake und die Wirkung kleiner Taten

Keiko Otakes Interventionsstudie zeigt, dass Menschen messbar glücklicher werden, wenn sie eine Woche lang nur ihre eigenen freundlichen Handlungen zählen – die kleinen Taten sind schon da, ihre Sichtbarkeit verändert Verhalten und stößt eine Aufwärtsspirale an. William James‘ belegte „Als-ob“-Lehre liefert die Mechanik dazu: Nicht erst fühlen, dass es zählt, und dann handeln – sondern handeln, und das Gefühl der Wirksamkeit folgt.

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Gespräche auf Augenhöhe – Ellen Langer, Paul Watzlawick und die Kunst, präsent zu bleiben

Augenhöhe entsteht nicht durch Worttechnik, sondern durch Präsenz: Weil man nicht nicht kommunizieren kann (Watzlawick) und weil Achtsamkeit (Langer) erst die feinen Signale sichtbar macht, gelingt das Gespräch, wenn man erst versteht und dann verstanden werden will (Covey). Wer im Hier und Jetzt bleibt, statt der Antwort vorauszueilen, führt Gespräche, die bereichern statt begrenzen.

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Das Glück wohnt in der Seele – Demokrit, Elizabeth Dunn und die Grenzen des Habens

Demokrits Fragment B171 – das Glück wohnt nicht in Herden und Gold, sondern in der Seele – wird von der modernen Forschung bestätigt: Materialistische Lebensziele gehen mit geringerem Wohlbefinden einher (Kasser), und Elizabeth Dunns Experimente zeigen, dass Geld vor allem dann glücklich macht, wenn es für andere ausgegeben wird. Euthymia, die Wohlgemutheit der Seele, entsteht aus Verbundenheit und Selbsterkenntnis – nicht aus Besitz.

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Motivation kann man nicht erzeugen – Judith Harackiewicz, Rolf Arnold und die Hebammenkunst der Führung

Motivation lässt sich nicht erzeugen, nur ermöglichen – das Science-Feldexperiment von Hulleman und Harackiewicz (2009) zeigt, dass Interesse und Leistung steigen, wenn Menschen den Nutzen einer Sache selbst formulieren, nicht wenn er ihnen vorgesagt wird. Die Führungskraft ist Hebamme der Motivation: Sie stellt die Sinn-Frage und zieht sich dann zurück.

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Innerer Friede ist keine Einzelleistung – der Dalai Lama, Shelley Taylor und die Geburtshelfer des Friedens

Innerer Friede ist keine Einzelleistung – Shelley Taylors Tend-and-Befriend-Forschung und das Händchenhalte-Experiment von Coan, Schaefer und Davidson zeigen, dass unser Nervensystem Bedrohung in Verbindung messbar besser reguliert als allein. Statt nur zu fordern, sich von anderen nicht stören zu lassen, lohnt der Blick auf die Umstehenden: Wer beisteht, wird zur Geburtshelferin des Friedens – für andere und für sich selbst.

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Emotionale Intelligenz – Lisa Feldman Barrett und die Kraft, Gefühle genau zu benennen

Wer Gefühle präzise benennt (emotionale Granularität, Lisa Feldman Barrett), reguliert sich besser – das ist der menschliche Vorsprung gegenüber einer KI, die Emotionen erkennt, aber nicht fühlt. Emotionale Intelligenz beginnt beim genauen Erkennen des eigenen Gefühls und schafft so Vertrauen im Gespräch.

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Zu-ver-sicht – Barrie, Scheier, Carver und das Sehen nach vorn

Im Wort Zuversicht stecken Sicht (etwas vor sich sehen) und Zu (sich darauf zubewegen) – eine Architektur, die die Optimismus-Forschung von Scheier und Carver empirisch stützt und deren Mechanik Suzanne Segerstrom benennt: Zuversichtliche sind nicht realitätsblinder, sondern bleiben bei Schwierigkeiten engagiert, statt auszuweichen. Laura Kings Best-Possible-Self-Übung macht diese Haltung trainierbar: erst Sicht aufbauen, dann losgehen.

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