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Schlagwort: Zusammenarbeit

Die gereinigten Türen der Wahrnehmung – William Blake, Lera Boroditsky und die Konstruktion der Wirklichkeit

Wahrnehmung ist keine passive Aufnahme der Welt, sondern eine aktive Konstruktion, die Kategorien, Sprache und Erwartung formen – Boroditsky und Barrett zeigen das für Raum, Zeit und sogar Emotionen. Wer das ernst nimmt, deutet abweichende Sichtweisen im Team nicht als Sturheit, sondern als andere Konstruktionen derselben Realität und fragt „Was siehst du, das ich nicht sehe?“.

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Die schönste Unvollkommenheit ist die des anderen – Anna Bruk, Brené Brown und die Wissenschaft der gezeigten Verletzlichkeit

Der „beautiful mess effect“ (Bruk, Scholl & Bless 2018) zeigt, dass wir eigene Verletzlichkeit als Schwäche, dieselbe Offenheit bei anderen aber als Mut und Authentizität bewerten – gezeigte Unvollkommenheit ist deshalb kein Selbstoptimierungs-, sondern ein Beziehungsthema. Wer im Team echte Unfertigkeit zulässt, senkt die Schwelle für andere und schafft die Voraussetzung für Vertrauen und gemeinsames Lernen.

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Die Illusion der perfekten Kommunikation – André Heller, Emma Levine und der Mut zur freundlichen Ehrlichkeit

Wir überschätzen, wie negativ andere auf Ehrlichkeit reagieren (Levine & Cohen 2018) – freundliche Ehrlichkeit schadet der Beziehung seltener als die diplomatische Schonung. Wer klar in der Ich-Form sagt, was er sieht, und es als seine Sicht kenntlich macht, verbindet Ehrlichkeit und Höflichkeit, ohne die Integrität zu opfern.

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Authentizität am Arbeitsplatz – Goethe, Herminia Ibarra und das „Von Herzen, aber nicht starr“

Echte Kommunikation muss „von Herzen gehen“ (Goethe) – aber Authentizität ist nach Herminia Ibarra kein starrer Kern, sondern anpassungsfähig: von Herzen kommunizieren und sich zugleich entwickeln dürfen. Konkrete, ehrliche Anerkennung ist der überprüfbar echte Weg von Herz zu Herz.

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Die Kraft positiver Begegnungen – Elaine Hatfield und die Ansteckung der Gefühle

Gefühle stecken an (emotionale Ansteckung, Elaine Hatfield): Wie wir jemandem begegnen, überträgt sich – Schärfe erzeugt Schärfe, Wärme erzeugt Wärme. Wer die negative Kette bewusst unterbricht und freundlich antwortet, hinterlässt glücklichere Menschen und steigert sein eigenes Wohlbefinden.

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Nichts ist für sich allein – Percy Shelley, Naomi Eisenberger und die Kraft der Verbundenheit

Wir sind neuronal auf Verbindung gebaut – sozialer Schmerz nutzt dieselben Bahnen wie körperlicher (Naomi Eisenberger). „Nichts ist für sich allein“ (Shelley): Kleine Gesten schlagen Wellen im Umfeld; wirksam sind wir dabei nur im Jetzt.

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Gespräche auf Augenhöhe – Mary Parker Follett, Rolf Arnold und die Kraft des „Power-with“

Gemeinschaftliche Lösungen entstehen nach Mary Parker Follett (1924) durch „power with“ statt „power over“ – durch Integration der Interessen statt Durchsetzen oder Nachgeben. Wer nach dem Meeting die eigene Gesprächshaltung reflektiert (Arnold), baut die Augenhöhe, auf der solche Lösungen wachsen.

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Kommunikation: Die Quellen von Missverständnissen – Deborah Tannen, Elizabeth Newton und der Fluch des Wissens

Missverständnisse entstehen vor allem aus dem Fluch des Wissens (Newton 1990: 50 Prozent erwartet, 2,5 Prozent verstanden) und aus auseinanderlaufenden Gesprächsstilen samt Metabotschaft (Tannen). Wer die typischen Fallen kennt, hört genauer hin, fragt nach und urteilt später – und macht aus der Illusion der Verständigung echte Verständigung.

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