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Schlagwort: Wahrnehmung

Die gereinigten Türen der Wahrnehmung – William Blake, Lera Boroditsky und die Konstruktion der Wirklichkeit

Wahrnehmung ist keine passive Aufnahme der Welt, sondern eine aktive Konstruktion, die Kategorien, Sprache und Erwartung formen – Boroditsky und Barrett zeigen das für Raum, Zeit und sogar Emotionen. Wer das ernst nimmt, deutet abweichende Sichtweisen im Team nicht als Sturheit, sondern als andere Konstruktionen derselben Realität und fragt „Was siehst du, das ich nicht sehe?“.

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Warum die Ärmeren hoffnungsvoller sind – das Hoffnungsbarometer und die Frage, wie wir Zukunft lesen

Das Hoffnungsbarometer der Universität St. Gallen zeigt über Jahre, dass Menschen in ärmeren Regionen oft hoffnungsvoller in die Zukunft blicken als jene in wohlhabenden – Hoffnung folgt also nicht den Umständen, sondern der geteilten Deutung der Umstände. Wer Zukunft als gestaltbar liest, sieht mehr Möglichkeiten; die reife Form ist weder Schönfärberei noch Schwarzmalerei, sondern realistische Hoffnung, die die Lage klar sieht und dennoch nach Wegen sucht.

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Status Quo Bias – Samuelson, Zeckhauser, Victoria Medvec und der Preis des Zögerns

Der Status Quo Bias von Samuelson und Zeckhauser erklärt, warum wir unverhältnismäßig oft beim Bekannten bleiben, obwohl Besseres verfügbar wäre – und die Bedauerns-Forschung von Gilovich und Victoria Medvec zeigt den Preis: Langfristig bereuen Menschen vor allem ihre Unterlassungen, nicht ihre Handlungen. Wer Gelegenheiten ergreifen will, braucht Wahrnehmung für ihr leises Klopfen, ein Entscheidungsdatum statt ewiger Analyse – und die Fünf-Jahres-Frage nach dem größeren Bedauern.

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Drei Menschen, ein Apfel, drei Wirklichkeiten – Watzlawick, von Glasersfeld und die Verantwortung für die eigene Deutung

Wirklichkeit ist keine objektive Gegebenheit, sondern eine Konstruktion – drei Menschen erleben denselben Wurm im selben Apfel als drei verschiedene Wirklichkeiten (Watzlawick, von Glasersfeld), und wer Ereignisse der eigenen Deutung zuschreibt, bewältigt Krisen besser (Rotters Locus of Control). Verantwortung beginnt damit nicht beim Handeln, sondern bei der Deutung – und genau darin wurzelt Selbstachtung.

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Mit anderen Augen sehen – die phänomenologische Methode von Edith Stein

Edith Steins phänomenologische Methode – besonders die Epoché, das Einklammern von Vorannahmen – ist ein praktisches Werkzeug, um Menschen und Situationen klarer und urteilsfreier wahrzunehmen. Wer erst beschreibt und dann deutet, verhindert Vorverurteilungen – im eigenen Kopf und im Team.

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Schubladen-Denken – Susan Andersen und die Frage, mit wem wir da eigentlich gerade sprechen

Schubladen sortieren nicht nur Eigenschaften, sondern ganze Beziehungen – Susan Andersens Forschung zum relationalen Selbst zeigt, dass eine zufällige Ähnlichkeit mit einer wichtigen Bezugsperson genügt, um alte Gefühle und Erwartungen unbemerkt auf Fremde zu übertragen. Das Nebenstraßen-Experiment macht erfahrbar, was sichtbar wird, sobald man die Stammstrecke der eigenen Urteile verlässt.

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Worte, Wahrnehmung, Wirklichkeit – ein Kompass für Selbstführung

Von Don Miguel Ruiz‘ fünf Vereinbarungen über Epiktet und Watzlawick bis zu Lisa Feldman Barretts Theorie der konstruierten Emotion zeigt sich ein Prinzip – unser Erleben entsteht aus der Deutung, nicht aus der Situation selbst. Wer die eigene Interpretation in der Kette Wahrnehmung–Deutung–Emotion–Verhalten bewusst macht, etwa mit der Drei-Spalten-Analyse, gewinnt Wahlfreiheit im Berufsalltag zurück.

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