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Schlagwort: Führung

Gib dem Kummer Worte – Shakespeare, Amy Edmondson und die Resilienz von Teams

Resilienz ist nicht nur individuelle Stärke, sondern eine kollektive Kapazität von Teams, sich gemeinsam von Rückschlägen zu erholen (Stoverink et al. 2020; Hartmann et al. 2020) – und ihr entscheidender Hebel ist, ob ein Team seine Rückschläge aussprechen darf, was psychologische Sicherheit (Edmondson) voraussetzt. Wie Shakespeares Malcolm mahnt: Wird dem Kummer kein Wort gegeben, zerbricht das überladene Herz im Stillen – auf Teamebene heißt das, ungesprochene Rückschläge zehren Vertrauen, Lernen und Leistung auf.

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Warum Anerkennung bei uns selbst beginnt – Jennifer Crocker und der Unterschied zwischen Lob und Anerkennung

Ein nur von außen abhängiger Selbstwert ist anfällig (Jennifer Crocker) – externe Anerkennung erreicht uns erst, wenn wir uns selbst anerkennen. Wer Lob (für Leistung) von Anerkennung (für die Person) unterscheidet und die eigene Einzigartigkeit würdigt, wird aufnahmefähig für die Wertschätzung anderer.

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Wenn Trauernde Verstorbene wahrnehmen – Phyllis Silverman, Margaret Stroebe und die Wissenschaft der fortbestehenden Bindung

Knapp die Hälfte aller Trauernden erlebt sensorische Wahrnehmungen Verstorbener, die die Forschung als normalen Ausdruck einer fortbestehenden Bindung versteht, nicht als Krankheit. Wer Trauernden begegnet, sollte begleiten statt bewerten – denn ob ein Mensch das Unfassbare ausspricht oder verschweigt, entscheidet sein Gegenüber mit.

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Wenn das Machtstreben aus der Kränkung kommt – McClelland, der Dark-Triad-Befund und der kluge Umgang mit schwierigen Profilen im Team

Machtstreben wird dort zum Problem, wo es nicht der Sache dient, sondern eine innere Kränkbarkeit kompensiert – ein Muster, das die Forschung als vulnerablen Narzissmus und Dark Triad beschreibt, während McClelland zeigt, dass sozialisierte Macht das Gegenteil sein kann. Wer solchen Profilen im Team begegnet, verändert sie nicht, sondern schützt sich durch Sachlichkeit, Dokumentation, Allianzen und ein klares Gespür für Hirschmans Wahl zwischen Voice, Loyalty und Exit.

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Verordnet oder gewachsen – Kurt Lewin, Friedemann Nerdinger und der Unterschied zwischen Change Management und Organisationsentwicklung

Change Management steuert Wandel von oben und behandelt Betroffene als Empfänger fertiger Konzepte, während Organisationsentwicklung sie zu Beteiligten macht und auf dem gesamten System aufbaut (Lewin, Nerdinger, Ulich, von Rosenstiel). Wer Menschen nur informiert, bekommt Compliance; wer sie beteiligt, baut Lernfähigkeit auf – und genau das unterscheidet eine umgebaute von einer lernenden Organisation.

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Was eine Handlung mutig macht – Cynthia Pury, Stanley Rachman und die Psychologie des Mutes

Mut ist nicht Furchtlosigkeit, sondern Handeln trotz Furcht für ein sinnvolles Ziel – Rachmans Studien an Fallschirmspringern zeigen, dass die Mutigen dieselbe Furcht erleben wie andere und trotzdem handeln, und Pury rückt das Risiko ins Zentrum (allgemeiner vs. persönlicher Mut). Wer mutiges Handeln fördern will, betrachtet Handlungen statt Charaktere – und behält im Blick, dass Mut auch schädlichen Zielen dienen kann.

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Authentizität am Arbeitsplatz – Goethe, Herminia Ibarra und das „Von Herzen, aber nicht starr“

Echte Kommunikation muss „von Herzen gehen“ (Goethe) – aber Authentizität ist nach Herminia Ibarra kein starrer Kern, sondern anpassungsfähig: von Herzen kommunizieren und sich zugleich entwickeln dürfen. Konkrete, ehrliche Anerkennung ist der überprüfbar echte Weg von Herz zu Herz.

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Das Geheimnis der Veränderung – Dan Millman, Diana Whitney und die Kraft, Neues zu bauen

Wandel gelingt eher über das Ausbauen vorhandener Stärken als über den Kampf gegen das Alte – das zeigt die Appreciative Inquiry von Diana Whitney und Amanda Trosten-Bloom. Ein kleines, gut begleitetes Pilotprojekt überzeugt nachhaltiger als jede Grundsatzdebatte.

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Der Eltern-Parkplatz – Holly Schiffrin, Deci/Ryan und die Kunst, 200 Meter Abstand zu halten

Ein Eltern-Parkplatz 200 Meter vor der Grundschule ist gebaute Autonomie – Holly Schiffrins Forschung zeigt, dass überbehütende Helikopter-Begleitung die Grundbedürfnisse nach Autonomie und Kompetenz verletzt und messbar auf Wohlbefinden drückt, was die Selbstbestimmungstheorie für Führung genauso vorhersagt wie fürs Elternhaus. Der „Vorgesetzten-Parkplatz“ überträgt das Prinzip ins Büro: Sorgen abstellen, Abstand halten, Menschen die letzten 200 Meter selbst gehen lassen.

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