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Kategorie: Mut tut gut

Vierundzwanzig Marmeladen, dreiundzwanzig Minuten – über Aufmerksamkeit als Voraussetzung des Selbst

Sheena Iyengars Marmeladen-Experiment und Gloria Marks Befund von durchschnittlich 23 Minuten Wiedereinstiegszeit nach einer Unterbrechung zeigen dieselbe Wahrheit von zwei Seiten – Aufmerksamkeit ist die knappste Ressource unseres Selbst, und sowohl zu viel Auswahl als auch ständige Unterbrechung verbrauchen sie. Wer sein Selbst schützen will, gestaltet deshalb Auswahl und Unterbrechungen aktiv: weniger Optionen, geschützte Zeitfenster, bewusste Ein-Aufgaben-Phasen.

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Wut ist Information – was die Forschung über die unbeliebteste Emotion weiß

Wut ist die unbeliebteste der Grundemotionen – und vielleicht die missverstandenste. Die Sozialpsychologin Carol Tavris hat schon 1989 in Anger: The Misunderstood Emotion gezeigt, dass die populäre Dampfkochtopf-Metapher wissenschaftlich nicht trägt: Wut, die ausgedrückt wird, verschwindet nicht – sie wächst oft.

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Sieben Stufen zu sich selbst – Hallers Wertschätzungspyramide, von innen gelesen

Selbstliebe ist kein Gefühl, sondern ein Aufbau. Der österreichische Psychiater Reinhard Haller hat in Das Wunder der Wertschätzung (2019) sieben aufeinander aufbauende Stufen beschrieben: Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Respekt, Anerkennung, Wertschätzung, Vertrauen, Liebe. Hallers Modell ist zwischenmenschlich gedacht – aber es lässt sich nach innen klappen.

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Lieber ein erstklassiges Du – die vier Komponenten echter Authentizität

Wer authentisch ist, wird nicht universell gemocht. Wer es nicht ist, bezahlt einen anderen Preis – mit Energie, Klarheit, manchmal mit sich selbst. Michael Kernis und Brian Goldman (2006) haben in einer Sammelarbeit über mehr als zwei Jahrzehnte Authentizitätsforschung ein Vier-Komponenten-Modell beschrieben: Bewusstheit, unverzerrte Verarbeitung, kongruentes Verhalten und ehrliche Beziehung.

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Was du hältst, halte fest – Klara von Assisi und die Anatomie der Beharrlichkeit

Klara von Assisi (1193/94–1253) verließ als 18-Jährige nachts ihr adeliges Elternhaus, ließ sich von Franziskus die Haare scheren und gründete einen radikal armen Frauenorden – gegen den Willen ihrer Familie, gegen kanonisches Recht und gegen vier Päpste, bis sie ihre eigene Ordensregel zwei Tage vor ihrem Tod bestätigt bekam. Ihr berühmter Satz an Agnes von Prag – Was du hältst, halte fest.

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