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Königin Christina von Schweden (1626–1689) war eine außergewöhnliche Frau ihrer Zeit – Wissenschaftsförderin, Friedenspolitikerin im Dreißigjährigen Krieg, Förderin René Descartes‘, Aphoristikerin. Ihre Pointe zur Zeit – Vergangenheit vergessen, Gegenwart annehmen oder genießen, Zukunft mit Gelassenheit erwarten – ist mehr als barocker Lebensspruch.
Manipulationstechniken sind nicht verborgen. Sie sind benannt, beforscht und replizierbar. Robert Cialdini hat in Influence (1984/2021) sechs – inzwischen sieben – Prinzipien beschrieben, die in nahezu allen Verkaufstrainings, Werbekampagnen und politischen Kommunikationsstrategien wiederkehren.
In der Adventszeit, wenn der Kalender voller wird als sonst, klingt Theodor Fontanes Bild fast subversiv: Ruhe, Stille, ein Sofa, eine Tasse Tee.
Stille ist die Voraussetzung von Reflexion – diese Einsicht ist nicht europäisch und nicht modern. Zhuangzi, chinesischer Philosoph des 4. Jahrhunderts v. Chr., hat sie in einem Bild zusammengefasst: Menschen spiegeln sich nicht in fließendem Wasser, sondern in stehendem.
Dankbarkeit ist nicht nur eine soziale Höflichkeit – sie ist eine der am besten untersuchten psychischen Praktiken der letzten dreißig Jahre. Robert Emmons (UC Davis) hat seit den 1990er Jahren in über einhundert Studien gezeigt: Wer Dankbarkeit regelmäßig praktiziert, schläft besser, lebt zufriedener, geht aufmerksamer durch den Tag.
Mit welcher Haltung wir in ein Gespräch gehen, beeinflusst sein Ergebnis stärker, als die meisten Menschen ahnen. Carol Dweck hat in jahrzehntelanger Forschung gezeigt: Wer Menschen – auch sich selbst – als veränderbar betrachtet (Growth Mindset), geht anders mit ihnen um – und ermöglicht ihnen damit Veränderung, die einem Fixed Mindset verschlossen bleibt.
Wenn das Verhalten anderer unseren inneren Frieden stört, geben wir ihnen Macht über uns. Murray Bowen (Georgetown University) hat in der Familiensystemtheorie das Konzept der Differentiation of Self entwickelt – die Fähigkeit, ein eigenes Selbst zu bewahren, auch wenn andere unter Spannung stehen oder uns angreifen.
Negative Gedankenspiralen – die Psychologie nennt sie Rumination – sind einer der bestuntersuchten Risikofaktoren für Depression. Susan Nolen-Hoeksema (Yale) hat in über zwanzig Jahren Forschung gezeigt, dass das Grübeln über das Schlechte nicht zur Klärung führt, sondern das Schlechte verstärkt – und dass besonders Frauen davon häufiger betroffen sind.
Die Pointe, dass Glück geschieht, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft, wird verschiedensten Personen zugeschrieben – Denzel Washington, Oprah Winfrey, Seneca. Verifiziert verortet ist sie bei Louis Pasteur in seiner Rede an der Universität Lille 1854: Le hasard ne favorise que les esprits préparés.
Glaubenssätze entscheiden, wie wir Situationen deuten – oft lange bevor wir es bewusst merken. Daniel Kahneman hat in Thinking, Fast and Slow (2011) den Mechanismus beschrieben: System 1 arbeitet automatisch, schnell, kaum kontrollierbar.