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Schlagwort: PositivePsychologie

Warum die Ärmeren hoffnungsvoller sind – das Hoffnungsbarometer und die Frage, wie wir Zukunft lesen

Das Hoffnungsbarometer der Universität St. Gallen zeigt über Jahre, dass Menschen in ärmeren Regionen oft hoffnungsvoller in die Zukunft blicken als jene in wohlhabenden – Hoffnung folgt also nicht den Umständen, sondern der geteilten Deutung der Umstände. Wer Zukunft als gestaltbar liest, sieht mehr Möglichkeiten; die reife Form ist weder Schönfärberei noch Schwarzmalerei, sondern realistische Hoffnung, die die Lage klar sieht und dennoch nach Wegen sucht.

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Glück durch Schönheit – Lani Shiota und die Kunst, Schönes zu entdecken

Schönheit zu erkennen ist eine übbare Haltung – und Staunen (Awe, Lani Shiota) lässt das Ich für einen Moment kleiner und den Blick weiter werden. Ein Schönheits-Tagebuch stellt die Wahrnehmung darauf um, das Gute zu finden statt das Fehlende – Glück, das nichts kostet.

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Die Wertschätzung von Momenten – Arthur Schopenhauer und der George-Bailey-Effekt

Wir bemerken das Schöne oft erst, wenn es fehlt (Schopenhauer) – der „George-Bailey-Effekt“ (Koo, Algoe u. a. 2008) zeigt: Wer sich die Abwesenheit eines guten Ereignisses vorstellt, schätzt es danach mehr. Mentale Subtraktion holt das Gewohnte aus der Selbstverständlichkeit und macht den Moment wieder sichtbar.

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Momente, die den Atem rauben – die Forschung zum Bewegtsein (kama muta)

„Bewegtsein“ (kama muta, Seibt & Fiske) ist eine eigene Emotion – Gänsehaut und Wärme, wenn Verbundenheit sich vertieft. Die kleinen Wunder des Alltags sind genau diese Momente; wer hinschaut, bemerkt sie. (Das populäre „Atemzüge“-Zitat ist Maya Angelou nicht belegbar zuzuordnen und wurde ersetzt.)

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Geduld und Perspektive – Sarah Schnitker und die Kunst, das Positive im Wandel zu sehen

Geduld ist eine trainierbare Kompetenz, die das Verfolgen von Zielen erleichtert und das Wohlbefinden hebt (Sarah Schnitker) – kein passives Stillhalten. Wer im Rückblick erkennt, dass mancher Tiefpunkt ein Wendepunkt war, gewinnt das Vertrauen, Neues reifen zu lassen.

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Wünschen ist Leben – Rilke, Susanne Scheibe und die Kraft der Sehnsucht

Sehnsucht ist eine eigene seelische Struktur, die uns über utopische Idealbilder in Bewegung hält (Scheibe, Freund & Baltes 2007) – Wünsche sind das Benzin des Lebens. Wer seine Sehnsüchte als Kompass nutzt und ihnen kleine, aktive Schritte gibt, hält die Reise lebendig.

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Glück suchen, nicht finden – Colette und die Paradoxie des Glücksstrebens

Glück zu sehr zum Ziel zu machen, kann unglücklicher machen (Mauss u. a. 2011) – das stützt Colettes zugeschriebenen Gedanken, dass wir das Glück suchen, nicht festhalten. Wer flüchtige Momente bemerkt und wieder loslässt, hält das Glück lebendig, statt es zu verfehlen.

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Das Glück wohnt in der Seele – Demokrit, Elizabeth Dunn und die Grenzen des Habens

Demokrits Fragment B171 – das Glück wohnt nicht in Herden und Gold, sondern in der Seele – wird von der modernen Forschung bestätigt: Materialistische Lebensziele gehen mit geringerem Wohlbefinden einher (Kasser), und Elizabeth Dunns Experimente zeigen, dass Geld vor allem dann glücklich macht, wenn es für andere ausgegeben wird. Euthymia, die Wohlgemutheit der Seele, entsteht aus Verbundenheit und Selbsterkenntnis – nicht aus Besitz.

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