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Schlagwort: MutTutGut

Die schönste Unvollkommenheit ist die des anderen – Anna Bruk, Brené Brown und die Wissenschaft der gezeigten Verletzlichkeit

Der „beautiful mess effect“ (Bruk, Scholl & Bless 2018) zeigt, dass wir eigene Verletzlichkeit als Schwäche, dieselbe Offenheit bei anderen aber als Mut und Authentizität bewerten – gezeigte Unvollkommenheit ist deshalb kein Selbstoptimierungs-, sondern ein Beziehungsthema. Wer im Team echte Unfertigkeit zulässt, senkt die Schwelle für andere und schafft die Voraussetzung für Vertrauen und gemeinsames Lernen.

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Gib niemals auf, höchstens einen Brief – Heinz Erhardt, Emmy Werner und die Resilienz mit Augenzwinkern

Humor als kognitive Umbewertung (James Gross) schafft Abstand zur Schwere, und der „eine Brief“ führt von Passivität in Verbindung – laut Emmy Werners Kauai-Studie der stärkste Schutzfaktor für Resilienz. Nicht aufgeben heißt: in Kontakt treten.

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Begeisterung lässt sich nicht verordnen – Ryan, Deci und die Selbstbestimmung in Organisationen

Begeisterung bei der Arbeit ist kein Persönlichkeitsmerkmal und kein Steuerungshebel, sondern die Folge dreier Bedingungen – Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit –, deren Wirkung die Selbstbestimmungstheorie (Ryan/Deci, Gagné/Deci) und eine Meta-Analyse über 99 Studien belegen. Organisationen wecken sie nicht durch zusätzliche Anreize, sondern indem sie zuerst abbauen, was autonome Motivation in kontrollierte verwandelt.

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Denk dir nicht alles kaputt – Julie Norem und die Falle des Katastrophen-Probens

Weil das Gehirn Vorstellung und Wirklichkeit kaum trennt, bahnt ständiges Katastrophen-Proben „Angst-Autobahnen“ und einen Bestätigungsfehler – defensiver Pessimismus (Julie Norem) hilft nur, wenn ihm Handeln folgt. Wer die Analysekraft auf Chancen statt Schreckensbilder richtet und der eigenen Resilienz vertraut, denkt die Zukunft nicht länger kaputt.

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Status Quo Bias – Samuelson, Zeckhauser, Victoria Medvec und der Preis des Zögerns

Der Status Quo Bias von Samuelson und Zeckhauser erklärt, warum wir unverhältnismäßig oft beim Bekannten bleiben, obwohl Besseres verfügbar wäre – und die Bedauerns-Forschung von Gilovich und Victoria Medvec zeigt den Preis: Langfristig bereuen Menschen vor allem ihre Unterlassungen, nicht ihre Handlungen. Wer Gelegenheiten ergreifen will, braucht Wahrnehmung für ihr leises Klopfen, ein Entscheidungsdatum statt ewiger Analyse – und die Fünf-Jahres-Frage nach dem größeren Bedauern.

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Coaching ist Infrastruktur – Theeboom, Jones und die Wissenschaft der begleiteten Entwicklung

Drei Meta-Analysen belegen, dass begleitetes Coaching messbar wirkt (g = 0,43–0,74; δ = 0,36) und dass die Qualität der Arbeitsbeziehung (r = 0,41) mehr über den Erfolg entscheidet als jede Technik – Coaching ist damit kein Add-on, sondern Infrastruktur wirksamer Lernarchitekturen. Wer ohne ehrlichen, fordernden Spiegel arbeitet, erreicht selten, was möglich wäre; diesen Spiegel kann eine feste Partnerschaft tragen, ein KI-Modell nur ergänzen.

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Gischt im Gesicht oder Stillstand in der Flaute? – Amy Wrzesniewski, Jane Dutton und das Job Crafting

Nicht der Sturm, sondern die Flaute ist die größte Gefahr – und gegen beruflichen Stillstand beschreibt das Job Crafting von Amy Wrzesniewski und Jane Dutton drei Stellschrauben: Aufgaben verändern (Task), Beziehungen gestalten (Relational) und den Kurs neu deuten (Cognitive). Wer sein Segel der Freude führen lernt, wartet nicht auf besseren Wind, sondern nutzt jede Brise – notfalls im Trapez.

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Schönheit in der Natur, die man nicht nachahmen kann – Angelika Kauffmann, Ming Kuo und das Unvollkommene

Naturkontakt erholt Aufmerksamkeit und senkt Stress (Ming Kuo) – und gerade das Unvollkommene macht Natur (und uns) schön, wie die Wabi-Sabi-Ästhetik zeigt. Wer im Unregelmäßigen Persönlichkeit statt Makel sieht, wird gelassener mit sich und anderen.

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Wenn Trauernde Verstorbene wahrnehmen – Phyllis Silverman, Margaret Stroebe und die Wissenschaft der fortbestehenden Bindung

Knapp die Hälfte aller Trauernden erlebt sensorische Wahrnehmungen Verstorbener, die die Forschung als normalen Ausdruck einer fortbestehenden Bindung versteht, nicht als Krankheit. Wer Trauernden begegnet, sollte begleiten statt bewerten – denn ob ein Mensch das Unfassbare ausspricht oder verschweigt, entscheidet sein Gegenüber mit.

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Das Herz lässt sich nicht verbieten zu hoffen – Hoffnung als Kompetenz im Wandel

Hoffnung ist eine trainierbare Kompetenz (Cheavens) mit messbarer Wirkung auf Gesundheit und Sinn (Long/VanderWeele) – und der Treibstoff, der durch das Tal der Veränderungskurve trägt. Wer aus dem Herzen hofft, ein „Wofür“ benennt und es teilt, hält selbst und im Team durch.

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