Zum Inhalt springen

Schlagwort: MutTutGut

Die gereinigten Türen der Wahrnehmung – William Blake, Lera Boroditsky und die Konstruktion der Wirklichkeit

Wahrnehmung ist keine passive Aufnahme der Welt, sondern eine aktive Konstruktion, die Kategorien, Sprache und Erwartung formen – Boroditsky und Barrett zeigen das für Raum, Zeit und sogar Emotionen. Wer das ernst nimmt, deutet abweichende Sichtweisen im Team nicht als Sturheit, sondern als andere Konstruktionen derselben Realität und fragt „Was siehst du, das ich nicht sehe?“.

Comments closed

Wenn der Tag rau wird – Ann Masten, George Bonanno und die Gewöhnlichkeit der Resilienz

Resilienz ist die häufigste Reaktion auf Belastung, nicht die Ausnahme – Ann Masten („ordinary magic“) und George Bonanno zeigen, dass sie aus ganz normalen menschlichen Systemen erwächst. Wer Grübeln vom Verarbeiten trennt und Stützsysteme nutzt, übersteht raue Tage und kann an ihnen wachsen (posttraumatisches Wachstum).

Leave a Comment

Warum die Ärmeren hoffnungsvoller sind – das Hoffnungsbarometer und die Frage, wie wir Zukunft lesen

Das Hoffnungsbarometer der Universität St. Gallen zeigt über Jahre, dass Menschen in ärmeren Regionen oft hoffnungsvoller in die Zukunft blicken als jene in wohlhabenden – Hoffnung folgt also nicht den Umständen, sondern der geteilten Deutung der Umstände. Wer Zukunft als gestaltbar liest, sieht mehr Möglichkeiten; die reife Form ist weder Schönfärberei noch Schwarzmalerei, sondern realistische Hoffnung, die die Lage klar sieht und dennoch nach Wegen sucht.

Comments closed

Wenn viele mitgestalten – warum Großgruppenarbeit Architektur braucht, keine Methoden-Show

Großgruppenarbeit wirkt nicht durch Methoden, sondern durch Architektur (Janoff & Weisbord, Future Search): Auftragsklärung, Beteiligungslogik, Dramaturgie, Verankerung. Wer die Methode nach der Beteiligungslogik wählt und den Anschluss vorab plant, erzeugt Ergebnisse, die getragen werden.

Leave a Comment

Hoffnung ist Kapital – Fred Luthans, Rebecca Reichard und das psychologische Vermögen von Organisationen

Psychologisches Kapital – Hoffnung, Selbstwirksamkeit, Resilienz und Optimismus – ist nach der Meta-Analyse von Avey, Reichard, Luthans und Mhatre (2011) eine messbare und, anders als Persönlichkeit, entwickelbare Ressource, die mit Zufriedenheit, Bindung und Leistung zusammenhängt. Organisationen bauen Hoffnung nicht durch Zweckoptimismus auf, sondern indem sie Ziele in mehrere gangbare Wege übersetzen und die Energie sichern, sie zu gehen.

Comments closed

Führen heißt anpassen – Gedanken nach dem SLII-Training

SLII® lehrt, Kompetenz und Motivation situativ zu lesen – doch ohne reflektierte eigene Deutungsmuster wird das dynamische Modell zur Schablone, wie auch die empirische Kritik (Graeff 1997, Vecchio et al. 2009) nahelegt. Wirksame Führung beginnt deshalb mit Haltung: Rolf Arnolds Formel „Erforsche Deine eigene Regelhaftigkeit“ macht aus dem Führungsmodell erst ein lebendiges Werkzeug – idealerweise mit vorgelagertem Haltungsworkshop.

Leave a Comment

Zufriedenheit ist Treibstoff – und manchmal Bremse: Teresa Amabile und die Wissenschaft der wirksamen Teams

Zufriedenheit ist nach Amabiles Progress Principle der Treibstoff wirksamer Arbeit – kleine, sichtbare Fortschritte heben Stimmung, Kreativität und Ausdauer –, kippt aber zur Bremse, sobald sie zur selbstgenügsamen Komfortzone erstarrt. Wirksame Teams halten beides zusammen: Sie feiern ihre small wins und benennen zugleich die Kante, an der es zu bequem wird.

Comments closed