Negatives wirkt stärker als Positives – dieser Befund zieht sich so gleichmäßig durch die Psychologie, dass Roy Baumeister und drei Kolleginnen ihn 2001 zum Grundprinzip…
Leave a CommentStephanie Voss – L&D-Strategin und Autorin (Springer Gabler)
Negatives wirkt stärker als Positives – dieser Befund zieht sich so gleichmäßig durch die Psychologie, dass Roy Baumeister und drei Kolleginnen ihn 2001 zum Grundprinzip…
Leave a CommentWer unbequeme Fragen stellt oder nicht ins Schema passt, wird in Organisationen schnell zum „Problem“ erklärt – die Forschung zum Person-Environment-Fit erzählt eine andere Geschichte.…
Leave a CommentÜber 8.800 Arbeitsgruppen hat die Konfliktforschung inzwischen ausgewertet, und das Ergebnis ist unbequem: Nicht der Streit schadet Teams, sondern die falsche Sorte Streit. Sachliche Reibung…
Leave a CommentChancen erscheinen selten laut und angekündigt – sie kommen leise, seitlich und zur falschen Zeit. Die Forschung zur Serendipität zeigt: Ob wir sie bemerken, ist…
Leave a CommentKI hebt den Einzelnen, lässt die Ergebnisse einer Organisation aber einander ähnlicher werden, sodass Vielfalt und damit die Grundlage des Lernens schwinden. Ob eine Organisation lernfähig bleibt, ist deshalb eine Kulturfrage: Sie muss Widerspruch und Urteil aktiv schützen — eine lernende Organisation ist eine, die auch mit KI noch streiten kann.
Leave a CommentÜber gute Arbeit mit KI entscheidet nicht das Werkzeug, sondern die Reihenfolge — wer zuerst selbst denkt und die KI dann als Gegenüber nutzt, behält Urteil und Führung und gewinnt trotzdem Tempo. Der Mensch wählt, verantwortet und entscheidet, die KI strukturiert, erweitert und widerspricht: eine Arbeitsteilung nach Stärke, in der die Maschine ausführt, was der Mensch zu denken weiß.
Leave a CommentOb aus einer Statistik etwas folgt, entscheidet nicht ihre Größe, sondern über wen sie spricht, wie sie erhoben wurde und was genau gefragt wurde — gerade bei sensiblen Fragen zu Jugendlichen und KI. Wer diese drei Fragen stellt, unterscheidet belastbare Aussagen von eindrucksvollen Zahlen und schützt sich davor, ein Vorurteil für eine Tatsache zu halten.
Leave a CommentEchtes Zuhören ist keine Datenübertragung, sondern geschenkte Aufmerksamkeit, die den Denkraum des anderen öffnet und über Stimme, Blick und Pause Bedeutung trägt — genau die Kanäle, in denen eine textbasierte KI blind bleibt. Wer den Unterschied zwischen dem Echo einer Maschine und der Resonanz eines Menschen kennt, gibt das Zuhören nicht an ein System ab, das es nur simuliert.
Leave a CommentKI-Systeme bestätigen uns häufiger als jeder Mensch, und diese Schmeichelei stärkt die Überzeugung, im Recht zu sein, während sie die Bereitschaft zur Reibung senkt. Wer den schmeichelnden Spiegel erkennt und aktiv nach Widerspruch fragt, behält seine Urteilskraft, statt sie an ein Echo abzugeben.
Leave a CommentMeetings, die mit Stille (Lesen/Schreiben) statt mit Reden beginnen, holen mehr und originellere Beiträge und beteiligen die Leisen (Thompson; Diehl & Stroebe). Stille zu Beginn ist Entscheidungsqualität, kein Zeitverlust.
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