Zum Inhalt springen

Schlagwort: MutTutGut

Über wen sprechen die Zahlen? — Datenkompetenz und die Kunst, Statistik zu lesen

Ob aus einer Statistik etwas folgt, entscheidet nicht ihre Größe, sondern über wen sie spricht, wie sie erhoben wurde und was genau gefragt wurde — gerade bei sensiblen Fragen zu Jugendlichen und KI. Wer diese drei Fragen stellt, unterscheidet belastbare Aussagen von eindrucksvollen Zahlen und schützt sich davor, ein Vorurteil für eine Tatsache zu halten.

Leave a Comment

Was kein Chatbot kann — Nancy Kline, Hartmut Rosa und die Wissenschaft des Zuhörens

Echtes Zuhören ist keine Datenübertragung, sondern geschenkte Aufmerksamkeit, die den Denkraum des anderen öffnet und über Stimme, Blick und Pause Bedeutung trägt — genau die Kanäle, in denen eine textbasierte KI blind bleibt. Wer den Unterschied zwischen dem Echo einer Maschine und der Resonanz eines Menschen kennt, gibt das Zuhören nicht an ein System ab, das es nur simuliert.

Leave a Comment

Der schmeichelnde Spiegel — Myra Cheng, Maurice Jakesch und die Wissenschaft der Bestätigung

KI-Systeme bestätigen uns häufiger als jeder Mensch, und diese Schmeichelei stärkt die Überzeugung, im Recht zu sein, während sie die Bereitschaft zur Reibung senkt. Wer den schmeichelnden Spiegel erkennt und aktiv nach Widerspruch fragt, behält seine Urteilskraft, statt sie an ein Echo abzugeben.

Leave a Comment

Gib dem Kummer Worte – Shakespeare, Amy Edmondson und die Resilienz von Teams

Resilienz ist nicht nur individuelle Stärke, sondern eine kollektive Kapazität von Teams, sich gemeinsam von Rückschlägen zu erholen (Stoverink et al. 2020; Hartmann et al. 2020) – und ihr entscheidender Hebel ist, ob ein Team seine Rückschläge aussprechen darf, was psychologische Sicherheit (Edmondson) voraussetzt. Wie Shakespeares Malcolm mahnt: Wird dem Kummer kein Wort gegeben, zerbricht das überladene Herz im Stillen – auf Teamebene heißt das, ungesprochene Rückschläge zehren Vertrauen, Lernen und Leistung auf.

Comments closed

Die Kraft der Stille – die fruchtbare Pause im Wandel

Stille ist im Wandel kein Leerlauf, sondern die fruchtbare „neutrale Zone“ (Bridges) bzw. der Presencing-Stillpunkt (Scharmer), aus dem Neues entsteht – die Trauer-Phasen (Kübler-Ross) zeigen denselben Bogen. Wer Enden benennt, Pausen zulässt und in die Stille hört, hilft sich und seiner Organisation, schneller und klarer zu lernen.

Leave a Comment

Die gereinigten Türen der Wahrnehmung – William Blake, Lera Boroditsky und die Konstruktion der Wirklichkeit

Wahrnehmung ist keine passive Aufnahme der Welt, sondern eine aktive Konstruktion, die Kategorien, Sprache und Erwartung formen – Boroditsky und Barrett zeigen das für Raum, Zeit und sogar Emotionen. Wer das ernst nimmt, deutet abweichende Sichtweisen im Team nicht als Sturheit, sondern als andere Konstruktionen derselben Realität und fragt „Was siehst du, das ich nicht sehe?“.

Comments closed

Wenn der Tag rau wird – Ann Masten, George Bonanno und die Gewöhnlichkeit der Resilienz

Resilienz ist die häufigste Reaktion auf Belastung, nicht die Ausnahme – Ann Masten („ordinary magic“) und George Bonanno zeigen, dass sie aus ganz normalen menschlichen Systemen erwächst. Wer Grübeln vom Verarbeiten trennt und Stützsysteme nutzt, übersteht raue Tage und kann an ihnen wachsen (posttraumatisches Wachstum).

Leave a Comment