Zum Inhalt springen

Kategorie: Mut tut gut

Was wir von der Sesamstraße lernen können – Fragenkultur als Überlebensstrategie in der VUCA-Welt

Die Lernphilosophie des Sesamstraßen-Titellieds – wer nicht fragt, bleibt unwissend – ist in der VUCA-Welt Organisationsstrategie: Vielfalt der Perspektiven, echtes Zuhören und eine Fragenkultur jenseits der W-Fragen (Erzähl-, Deutungs-, Widerspruchsfragen) entscheiden darüber, ob Komplexität verstehbar wird. Organisationen, die Fragen als Schwäche behandeln, organisieren ihre eigene Ahnungslosigkeit – das Frage-Quotum im Meeting macht den Unterschied erlebbar.

Leave a Comment

Vergänglichkeit als Lehrerin – Marcus Aurelius, Laura Carstensen und Bronnie Wares Befunde aus dem Hospiz

Das Zitat „Always remember that everything is transient“ wird im Internet oft Sokrates zugeschrieben – auffindbar ist es bei ihm allerdings nicht. Sokrates selbst hat nichts geschrieben, und auch in den platonischen Dialogen findet sich diese Formulierung nicht.

Comments closed

In der VUCA-Welt navigieren – was der Begriff wirklich meint

VUCA (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität) ist keine Sammelvokabel für „schwierig“, sondern eine Landkarte mit vier verschiedenen Antworten: Puffer, Information, Struktur, Experiment. Wer unterscheidet, welche Art Unsicherheit gerade vorliegt, reagiert passgenau – und macht die Organisation anpassungsfähig.

Leave a Comment

Mehr als die Summe – Edmondson, Woolley und die Wissenschaft der wirksamen Zusammenarbeit

Anita Williams Woolley und Kolleg:innen haben 2010 in Science einen bemerkenswerten Befund publiziert: Es gibt einen messbaren Collective Intelligence Factor von Teams, der nicht aus dem durchschnittlichen IQ der Mitglieder hervorgeht – sondern aus drei anderen Faktoren: der sozialen Wahrnehmungsfähigkeit der Mitglieder, der gleichmäßigen Redeverteilung und dem Frauenanteil im Team.

Comments closed

Der Baum und das Schilfrohr – Demokrit, Eudaimonia und die Frage nach innerer Standfestigkeit

Demokrit (ca. 460–370 v. Chr.), der lachende Philosoph der griechischen Antike, prägte einen Satz, der die spätere Glücksforschung um zweieinhalb Jahrtausende vorwegnahm: Glück wohnt nicht im Besitz und nicht im Gold, sondern in der Seele.

Comments closed

Liebe ist ein Verb – Erich Fromm, Barbara Fredrickson und die Wissenschaft der Mikromomente

Sibilla Aleramo, eine der wichtigsten frühen feministischen Stimmen Italiens (1876–1960), schrieb: Die Liebe war der Grund meiner Existenz und der der ganzen Welt. Erich Fromm formulierte eine ähnlich radikale Pointe in Die Kunst des Liebens (1956): Liebe ist keine Emotion, die uns zustößt – sondern eine Praxis, die wir lernen können.

Comments closed