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Schlagwort: Organisationsentwicklung

Gib dem Kummer Worte – Shakespeare, Amy Edmondson und die Resilienz von Teams

Resilienz ist nicht nur individuelle Stärke, sondern eine kollektive Kapazität von Teams, sich gemeinsam von Rückschlägen zu erholen (Stoverink et al. 2020; Hartmann et al. 2020) – und ihr entscheidender Hebel ist, ob ein Team seine Rückschläge aussprechen darf, was psychologische Sicherheit (Edmondson) voraussetzt. Wie Shakespeares Malcolm mahnt: Wird dem Kummer kein Wort gegeben, zerbricht das überladene Herz im Stillen – auf Teamebene heißt das, ungesprochene Rückschläge zehren Vertrauen, Lernen und Leistung auf.

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Hoffnung ist Kapital – Fred Luthans, Rebecca Reichard und das psychologische Vermögen von Organisationen

Psychologisches Kapital – Hoffnung, Selbstwirksamkeit, Resilienz und Optimismus – ist nach der Meta-Analyse von Avey, Reichard, Luthans und Mhatre (2011) eine messbare und, anders als Persönlichkeit, entwickelbare Ressource, die mit Zufriedenheit, Bindung und Leistung zusammenhängt. Organisationen bauen Hoffnung nicht durch Zweckoptimismus auf, sondern indem sie Ziele in mehrere gangbare Wege übersetzen und die Energie sichern, sie zu gehen.

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Begeisterung lässt sich nicht verordnen – Ryan, Deci und die Selbstbestimmung in Organisationen

Begeisterung bei der Arbeit ist kein Persönlichkeitsmerkmal und kein Steuerungshebel, sondern die Folge dreier Bedingungen – Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit –, deren Wirkung die Selbstbestimmungstheorie (Ryan/Deci, Gagné/Deci) und eine Meta-Analyse über 99 Studien belegen. Organisationen wecken sie nicht durch zusätzliche Anreize, sondern indem sie zuerst abbauen, was autonome Motivation in kontrollierte verwandelt.

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Verordnet oder gewachsen – Kurt Lewin, Friedemann Nerdinger und der Unterschied zwischen Change Management und Organisationsentwicklung

Change Management steuert Wandel von oben und behandelt Betroffene als Empfänger fertiger Konzepte, während Organisationsentwicklung sie zu Beteiligten macht und auf dem gesamten System aufbaut (Lewin, Nerdinger, Ulich, von Rosenstiel). Wer Menschen nur informiert, bekommt Compliance; wer sie beteiligt, baut Lernfähigkeit auf – und genau das unterscheidet eine umgebaute von einer lernenden Organisation.

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Das Geheimnis der Veränderung – Dan Millman, Diana Whitney und die Kraft, Neues zu bauen

Wandel gelingt eher über das Ausbauen vorhandener Stärken als über den Kampf gegen das Alte – das zeigt die Appreciative Inquiry von Diana Whitney und Amanda Trosten-Bloom. Ein kleines, gut begleitetes Pilotprojekt überzeugt nachhaltiger als jede Grundsatzdebatte.

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