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Kategorie: Innere Haltung

Sein genügt – Emily Dickinson, Achtsamkeit und die stille Kraft des Hörens

„To be alive—is Power— / Existence—in itself— / Without a further function— / Omnipotence—Enough—“ – so beginnt Emily Dickinsons Gedicht Nummer 677, geschrieben um 1862 in Amherst. Lebendig zu sein, schreibt sie, ist selbst schon Macht; die Existenz trägt ihre Erfüllung in sich, sie muss nicht zu etwas anderem werden.

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Broaden-and-Build – wie positive Emotionen den Blick weiten

Barbara Fredricksons Broaden-and-Build-Theorie hat eine kleine Verschiebung in der Psychologie der Emotionen bewirkt: Positive Gefühle sind in dieser Sicht nicht bloß angenehme Begleiterscheinung, sondern ein eigenständiges Werkzeug. Sie weiten die Wahrnehmung, vermehren Handlungsoptionen und bauen über die Zeit langfristige Ressourcen auf – kognitive, soziale, körperliche.

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Selbsterkenntnis statt Selbstkritik – Tasha Eurichs Was-Frage und die Forschung zur produktiven Innenschau

Tasha Eurich hat in einer Untersuchungsreihe mit knapp 5.000 Teilnehmenden gezeigt: Nur 10 bis 15 Prozent der Menschen, die sich für selbstwahrnehmend halten, sind es tatsächlich (Eurich, Harvard Business Review 2018; Eurich, Insight 2017).

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Selbstwert von innen – warum externe Anerkennung ein wackliges Fundament ist

Wer den eigenen Wert primär an die Anerkennung anderer knüpft, baut auf wackligem Grund. Jennifer Crocker (University of Michigan) und Connie T. Wolfe haben in „Contingencies of Self-Worth“ (Psychological Review 2001) gezeigt: Nicht das Niveau des Selbstwerts entscheidet über sein Wirken, sondern seine Quelle.

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Sinn als Stresspuffer – das oft übersehene Fundament von Wohlbefinden

Sinn ist nicht nur ein philosophisches Konzept, sondern eine messbare psychologische Ressource. Lea Waters und zehn Co-Autor:innen – darunter Barbara Fredrickson, Kristin Neff, Cynthia Pury und Michael Steger – zeigen in ihrer wegweisenden Übersicht „Positive psychology in a pandemic“ (Journal of Positive Psychology, 2021), dass Sinn-Erleben Menschen durch Krisen trägt: weniger depressive Symptome, stärkeres Immunsystem, längeres Leben.

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Coping als Stresspuffer – wie Positive Psychologie hilft, mit Anforderungen umzugehen

Stress entsteht nach Richard S. Lazarus und Susan Folkman (1984) nicht aus dem Ereignis selbst, sondern aus seiner Bewertung im Verhältnis zu den eigenen Ressourcen. Das transaktionale Stressmodell ist seit Jahrzehnten das Standardmodell der Stressforschung.

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