Zum Inhalt springen

Schlagwort: PsychologischeSicherheit

Gib dem Kummer Worte – Shakespeare, Amy Edmondson und die Resilienz von Teams

Resilienz ist nicht nur individuelle Stärke, sondern eine kollektive Kapazität von Teams, sich gemeinsam von Rückschlägen zu erholen (Stoverink et al. 2020; Hartmann et al. 2020) – und ihr entscheidender Hebel ist, ob ein Team seine Rückschläge aussprechen darf, was psychologische Sicherheit (Edmondson) voraussetzt. Wie Shakespeares Malcolm mahnt: Wird dem Kummer kein Wort gegeben, zerbricht das überladene Herz im Stillen – auf Teamebene heißt das, ungesprochene Rückschläge zehren Vertrauen, Lernen und Leistung auf.

Comments closed

Die schönste Unvollkommenheit ist die des anderen – Anna Bruk, Brené Brown und die Wissenschaft der gezeigten Verletzlichkeit

Der „beautiful mess effect“ (Bruk, Scholl & Bless 2018) zeigt, dass wir eigene Verletzlichkeit als Schwäche, dieselbe Offenheit bei anderen aber als Mut und Authentizität bewerten – gezeigte Unvollkommenheit ist deshalb kein Selbstoptimierungs-, sondern ein Beziehungsthema. Wer im Team echte Unfertigkeit zulässt, senkt die Schwelle für andere und schafft die Voraussetzung für Vertrauen und gemeinsames Lernen.

Comments closed

Wenn Feedback zur Waffe wird – Avraham Kluger, Leanne Atwater und die Integrität von Feedbackprozessen

Feedback-Instrumente entwickeln Menschen nur, solange sie Entwicklung und Bewertung trennen – die Meta-Analyse von Kluger und DeNisi zeigt, dass über ein Drittel aller Feedback-Interventionen die Leistung senkt, sobald sie das Selbst statt die Aufgabe treffen, und Atwaters 360°-Forschung belegt, dass Mehrquellen-Feedback nur als Entwicklungswerkzeug trägt. Wer Feedback an Personalentscheidungen koppelt, verwandelt ein Werkzeug der Ermöglichung in eines der Macht – und zerstört mit einem einzigen manipulierten Prozess die psychologische Sicherheit einer ganzen Organisation.

Comments closed

Ängste besiegen – warum Mut nicht Angstfreiheit heißt (und was das für Teams bedeutet)

Mut heißt Handeln trotz Angst (Susan Jeffers) – unter jeder Angst liegt das „Ich kann das nicht handhaben“, und dieses Zutrauen ist aufbaubar. Ob wir im Job mutig werden, hängt von psychologischer Sicherheit ab (Edmondson): eine mutige Kultur lässt Teams Neues wagen und schneller lernen.

Leave a Comment