Zum Inhalt springen

Kategorie: KI und Lernen

Künstliche Intelligenz verändert, wie in Organisationen gelernt wird – nicht als Ersatz für menschliches Denken, sondern als Gegenüber, das Fragen stellt. Dieser Themenraum sammelt Beiträge, in denen KI selbst der Gegenstand ist: Wie verschiebt sich Erinnern, wenn Wissen auslagerbar wird? Was kann ein Sprachmodell im Dialog nicht leisten? Und welche Urteilskraft braucht es, damit aus Beschleunigung Lernen wird. Grundlage sind peer-reviewte Quellen; die Beiträge gehören zur Serie „Mut tut gut“.

Über wen sprechen die Zahlen? — Datenkompetenz und die Kunst, Statistik zu lesen

Ob aus einer Statistik etwas folgt, entscheidet nicht ihre Größe, sondern über wen sie spricht, wie sie erhoben wurde und was genau gefragt wurde — gerade bei sensiblen Fragen zu Jugendlichen und KI. Wer diese drei Fragen stellt, unterscheidet belastbare Aussagen von eindrucksvollen Zahlen und schützt sich davor, ein Vorurteil für eine Tatsache zu halten.

Leave a Comment

Was kein Chatbot kann — Nancy Kline, Hartmut Rosa und die Wissenschaft des Zuhörens

Echtes Zuhören ist keine Datenübertragung, sondern geschenkte Aufmerksamkeit, die den Denkraum des anderen öffnet und über Stimme, Blick und Pause Bedeutung trägt — genau die Kanäle, in denen eine textbasierte KI blind bleibt. Wer den Unterschied zwischen dem Echo einer Maschine und der Resonanz eines Menschen kennt, gibt das Zuhören nicht an ein System ab, das es nur simuliert.

Leave a Comment

Der schmeichelnde Spiegel — Myra Cheng, Maurice Jakesch und die Wissenschaft der Bestätigung

KI-Systeme bestätigen uns häufiger als jeder Mensch, und diese Schmeichelei stärkt die Überzeugung, im Recht zu sein, während sie die Bereitschaft zur Reibung senkt. Wer den schmeichelnden Spiegel erkennt und aktiv nach Widerspruch fragt, behält seine Urteilskraft, statt sie an ein Echo abzugeben.

Leave a Comment

Was wir dem Werkzeug überlassen – Betsy Sparrow, der Google-Effekt und das Gedächtnis im KI-Zeitalter

Schon 2011 zeigte die Psychologin Betsy Sparrow in vier Experimenten (veröffentlicht in Science): Wer erwartet, eine Information jederzeit wieder abrufen zu können, merkt sich nicht die Information selbst, sondern wo sie zu finden ist. Das Internet wurde so zu unserem „transaktiven Gedächtnis“ – einem Speicher außerhalb des eigenen Kopfes.

Leave a Comment