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Führung wird ko-produziert (Followership, Uhl-Bien) – Geführte sind Mit-Gestalter. Arnolds SANTIAGO-Prinzip, aus ihrer Sicht gelesen, wird zur Landkarte für Selbstführung und Mitführung: Selbstführung annehmen, Wissen teilen, die eigene Deutungsbrille hinterfragen.
Kommunikation ist kein linearer Versand, sondern ko-kreativ – Saras Sarasvathys Effectuation (mit Vorhandenem starten, Überraschungen nutzen, das Steuerbare steuern) macht Gespräche in Unsicherheit handlungsfähig. Wer effektual spricht, gewinnt nicht, sondern gestaltet gemeinsam.
Wissen ist nicht Macht, sondern ermöglicht sie – reale Macht in Organisationen entsteht mikropolitisch aus Beziehungen, Vertrauen und verdeckten Spielregeln (Küpper & Ortmann; Kanter). Wer das Spiel liest und Wissen teilt statt hortet, übersetzt Wissen in Wirkung und stärkt eine Kultur des geteilten Wissens.
Gespräche scheitern oder gelingen selten an Inhalten, sondern an Haltung, Deutungsmustern und unbewussten Prozessen – das ist die Kernthese meines Buchs „Erfolgreiche Gespräche im Berufsalltag führen“ (Springer Gabler, 2023), das Polyvagal-Theorie, somatische Marker, Konstruktivismus und Feedback-Forschung zu einem handhabbaren Gesprächsmodell verbindet. Wer Kommunikation als Haltung statt als Technik versteht, bereitet Gespräche zuerst im eigenen Nervensystem vor – nicht in den Folien.