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Kategorie: Begegnung und Dialog

Vor dem Wort kommt die Verbindung – die drei Ebenen wirksamer Gesprächsvorbereitung

Gesprächsvorbereitung wird in vielen Rhetorik- und Verkaufsseminaren noch immer als Fragenkatalog gelehrt: offene Fragen, geschlossene Fragen, „Ja-Treppen“, Kernbotschaften. Was die Forschung zeigt, ist ein anderes Bild – Tomasz Witkowski hat 2010 in einer der größten Meta-Analysen zu NLP zusammengefasst, dass die wissenschaftliche Evidenz für die zentralen Techniken nicht trägt.

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Brüderlichkeit empirisch – Martin Luther King, Tania Singer und die Forschung zum Perspektivenwechsel

„We must learn to live together as brothers or perish together as fools“ – diese Maxime aus Martin Luther Kings letzter Sonntagspredigt am 31. März 1968 in der Washington National Cathedral ist eine der eindringlichsten Formulierungen dessen, was die Französische Revolution unter Fraternité gefasst hat.

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Zugehören ohne sich aufzugeben – Simone de Beauvoir, Brené Brown und die Wissenschaft der Balance

„Le secret du bonheur et le comble de l’art, c’est de vivre comme tout le monde, en n’étant comme personne“ – diese Beobachtung Simone de Beauvoirs aus Mémoires d’une jeune fille rangée (1958) trägt eine produktive Spannung. Das Geheimnis des Glücks – und der Gipfel der Kunst – besteht darin, wie alle zu leben und doch wie keine andere zu sein.

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Welche Person bin ich gerade? – Sivananda, Rosenstiel und die drei Schichten des situativen Selbst

„Jeder hat verschiedene Persönlichkeiten, die wie Schauspieler in verschiedenen Situationen in den Vordergrund treten“ – ein Satz, der Swami Sivananda (1887–1963) zugeschrieben wird, dem indischen Yoga-Lehrer und Begründer der Divine Life Society. Was bei ihm fast theatralisch klingt, hat die Verhaltenswissenschaft seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in präzise Modelle übersetzt.

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Vom Marsch zum Tanz – Kommunikation in einer VUCA-Welt

VUCA – volatil, unsicher, komplex, ambig – beschreibt nicht nur Märkte und Strategien, sondern verändert auch, wie Menschen miteinander sprechen sollten. Wer den Begriff aus dem Vokabular der US Army in die Wirtschaft mitgenommen hat, ordnet ihn häufig Warren Bennis und Burt Nanus zu; das Akronym selbst entstand jedoch am US Army War College, in Curriculum-Materialien von 1987.

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Zuhören und Stille – die unterschätzte Disziplin guter Gesprächsführung

Wir alle halten uns für gute Zuhörer:innen – und liegen oft falsch. Guy Itzchakov, Avraham N. Kluger und Dotan R. Castro (Personality and Social Psychology Bulletin 2017) haben in mehreren Experimenten gezeigt: Hochwertiges Zuhören verändert nicht nur, wie sich Sprecher:innen fühlen, sondern auch, wie sie über ihre eigenen Positionen denken – sie werden differenzierter, weniger dogmatisch, einsichtsfähiger.

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