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Monat: Juni 2024

Üben als Daseinsweise – Anders Ericsson, das SANTIAGO-Prinzip und die Forschung zum dauerhaften Lernen

„Tout est difficile avant d’être facile“ – dieses Sprichwort wird oft als französische Volksweisheit zitiert, ist aber im westlichen Schrifttum erstmals 1732 in Thomas Fullers Gnomologia als Proverb 560 belegt; eine ältere persische Spur führt zu Saadi von Schiraz. Die Pointe trifft den Anfang jeder Lernkurve – die ersten Töne quietschen, die ersten Sätze stocken, die ersten Schritte sind schwer. Aber sie sagt nur die halbe Geschichte.

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Bedeutung ist Konstruktion – James Allen, Spiral Dynamics und die Wurzel der Gelassenheit

„Serenity of mind is one of the most beautiful jewels of wisdom“ – diese Zeile aus James Allens As a Man Thinketh (1903) habe ich an anderer Stelle als Gelassenheit-als-reife-Erkenntnis beschrieben. Eine zweite Schicht von Allens Pointe verdient eigenen Raum: Gelassenheit wird leichter, wenn ich verstehe, dass Bedeutung gemacht wird, nicht gefunden.

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Die drei Gesichter der Geduld – wie ich mit Hindernissen, Anderen und mir selbst warte

„Geduld nicht zu verlieren, auch wenn es unmöglich scheint, ist Geduld“ – diese japanische Weisheit umkreist einen Begriff, der im westlichen Sprachgebrauch oft mit Passivität verwechselt wird. Doch Geduld trägt eine eigene, aktive Form der inneren Haltung.

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Pforten der Entdeckung – James Joyce, Saras Sarasvathy und die Praxis des klugen Fehlers

„His errors are volitional and are the portals of discovery“ – schreibt James Joyce 1922 in Ulysses und legt diesen Satz seinem Protagonisten Stephen Dedalus in der Bibliotheksszene in den Mund. Die populäre Kurzform – „Mistakes are the gateway to new discoveries“ – verkürzt die Pointe entscheidend. Joyce sagt nicht, dass Fehler zufällig zu Entdeckungen führen; er sagt, dass der Schöpferische seine Fehler willentlich begeht.

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Welche Person bin ich gerade? – Sivananda, Rosenstiel und die drei Schichten des situativen Selbst

„Jeder hat verschiedene Persönlichkeiten, die wie Schauspieler in verschiedenen Situationen in den Vordergrund treten“ – ein Satz, der Swami Sivananda (1887–1963) zugeschrieben wird, dem indischen Yoga-Lehrer und Begründer der Divine Life Society. Was bei ihm fast theatralisch klingt, hat die Verhaltenswissenschaft seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in präzise Modelle übersetzt.

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