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Schlagwort: Lebenskunst

Die Wertschätzung von Momenten – Arthur Schopenhauer und der George-Bailey-Effekt

Wir bemerken das Schöne oft erst, wenn es fehlt (Schopenhauer) – der „George-Bailey-Effekt“ (Koo, Algoe u. a. 2008) zeigt: Wer sich die Abwesenheit eines guten Ereignisses vorstellt, schätzt es danach mehr. Mentale Subtraktion holt das Gewohnte aus der Selbstverständlichkeit und macht den Moment wieder sichtbar.

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Das Märchen des Lebens – Hans Christian Andersen und die Geschichte, die wir uns erzählen

Wir bauen unser Selbst aus Geschichten (narrative Identität, Kate McLean & Dan McAdams) – nicht nur das Was zählt, sondern das Wie der Deutung. Wer sein Leben bewusst als Märchen mit wählbarer Rolle liest, gewinnt Freiheit: Dieselbe Woche lässt sich als Niederlage oder als Wendepunkt erzählen.

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Wünschen ist Leben – Rilke, Susanne Scheibe und die Kraft der Sehnsucht

Sehnsucht ist eine eigene seelische Struktur, die uns über utopische Idealbilder in Bewegung hält (Scheibe, Freund & Baltes 2007) – Wünsche sind das Benzin des Lebens. Wer seine Sehnsüchte als Kompass nutzt und ihnen kleine, aktive Schritte gibt, hält die Reise lebendig.

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Glück suchen, nicht finden – Colette und die Paradoxie des Glücksstrebens

Glück zu sehr zum Ziel zu machen, kann unglücklicher machen (Mauss u. a. 2011) – das stützt Colettes zugeschriebenen Gedanken, dass wir das Glück suchen, nicht festhalten. Wer flüchtige Momente bemerkt und wieder loslässt, hält das Glück lebendig, statt es zu verfehlen.

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