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„Serenity of mind is one of the most beautiful jewels of wisdom“ – diese Zeile aus James Allens As a Man Thinketh (1903) habe ich an anderer Stelle als Gelassenheit-als-reife-Erkenntnis beschrieben. Eine zweite Schicht von Allens Pointe verdient eigenen Raum: Gelassenheit wird leichter, wenn ich verstehe, dass Bedeutung gemacht wird, nicht gefunden.
„Geduld nicht zu verlieren, auch wenn es unmöglich scheint, ist Geduld“ – diese japanische Weisheit umkreist einen Begriff, der im westlichen Sprachgebrauch oft mit Passivität verwechselt wird. Doch Geduld trägt eine eigene, aktive Form der inneren Haltung.
„Holding on to anger is like grasping a hot coal…“ – diese Zeile wird Buddha zugeschrieben, stammt aber tatsächlich aus dem Visuddhimagga des Buddhaghosa (5. Jh. n. Chr.), Kapitel IX, 23.
„His errors are volitional and are the portals of discovery“ – schreibt James Joyce 1922 in Ulysses und legt diesen Satz seinem Protagonisten Stephen Dedalus in der Bibliotheksszene in den Mund. Die populäre Kurzform – „Mistakes are the gateway to new discoveries“ – verkürzt die Pointe entscheidend. Joyce sagt nicht, dass Fehler zufällig zu Entdeckungen führen; er sagt, dass der Schöpferische seine Fehler willentlich begeht.
„Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren“ – Theodor W. Adorno schrieb diesen Satz als Aphorismus 122 in seinen Minima Moralia (1951), entstanden im kalifornischen Exil.
„Jeder hat verschiedene Persönlichkeiten, die wie Schauspieler in verschiedenen Situationen in den Vordergrund treten“ – ein Satz, der Swami Sivananda (1887–1963) zugeschrieben wird, dem indischen Yoga-Lehrer und Begründer der Divine Life Society. Was bei ihm fast theatralisch klingt, hat die Verhaltenswissenschaft seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in präzise Modelle übersetzt.
„You cannot hope to build a better world without improving the individuals“ – schreibt Marie Curie 1923 in ihren Autobiografischen Notizen. Die volle Aussage ist wesentlich reicher als die populäre Verkürzung: Sie verbindet die individuelle Selbst-Arbeit mit einer geteilten Verantwortung für die Menschheit – und dem Hinweis, dass die eigentliche Pflicht darin besteht, jenen zu helfen, denen man konkret nützen kann.
„Calmness of mind is one of the beautiful jewels of wisdom“ – schreibt James Allen 1903 im Schlusskapitel seines kleinen Klassikers As a Man Thinketh. Innere Ruhe, sagt Allen, sei „das Ergebnis langer und geduldiger Selbstbeherrschung“ – Zeichen einer gereiften Erfahrung und einer mehr als gewöhnlichen Kenntnis der Gesetze des Denkens.
„Notre vraie richesse: les heures où nous n’avons rien fait. Elles seules nous façonnent, nous individualisent, nous distinguent“ – schreibt Emil Cioran (1911–1995) in seinen Cahiers (1957–1972).
„The mind is the king of the senses; the breath is the king of the mind“ – schreibt B.K.S. Iyengar (1918–2014), der einflussreichste Yoga-Lehrer des zwanzigsten Jahrhunderts, in Light on Pranayama (1981).