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Kategorie: Begegnung und Dialog

Gespräche auf Augenhöhe – Mary Parker Follett, Rolf Arnold und die Kraft des „Power-with“

Gemeinschaftliche Lösungen entstehen nach Mary Parker Follett (1924) durch „power with“ statt „power over“ – durch Integration der Interessen statt Durchsetzen oder Nachgeben. Wer nach dem Meeting die eigene Gesprächshaltung reflektiert (Arnold), baut die Augenhöhe, auf der solche Lösungen wachsen.

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Kommunikation: Die Quellen von Missverständnissen – Deborah Tannen, Elizabeth Newton und der Fluch des Wissens

Missverständnisse entstehen vor allem aus dem Fluch des Wissens (Newton 1990: 50 Prozent erwartet, 2,5 Prozent verstanden) und aus auseinanderlaufenden Gesprächsstilen samt Metabotschaft (Tannen). Wer die typischen Fallen kennt, hört genauer hin, fragt nach und urteilt später – und macht aus der Illusion der Verständigung echte Verständigung.

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Gespräche auf Augenhöhe – Ellen Langer, Paul Watzlawick und die Kunst, präsent zu bleiben

Augenhöhe entsteht nicht durch Worttechnik, sondern durch Präsenz: Weil man nicht nicht kommunizieren kann (Watzlawick) und weil Achtsamkeit (Langer) erst die feinen Signale sichtbar macht, gelingt das Gespräch, wenn man erst versteht und dann verstanden werden will (Covey). Wer im Hier und Jetzt bleibt, statt der Antwort vorauszueilen, führt Gespräche, die bereichern statt begrenzen.

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Innerer Friede ist keine Einzelleistung – der Dalai Lama, Shelley Taylor und die Geburtshelfer des Friedens

Innerer Friede ist keine Einzelleistung – Shelley Taylors Tend-and-Befriend-Forschung und das Händchenhalte-Experiment von Coan, Schaefer und Davidson zeigen, dass unser Nervensystem Bedrohung in Verbindung messbar besser reguliert als allein. Statt nur zu fordern, sich von anderen nicht stören zu lassen, lohnt der Blick auf die Umstehenden: Wer beisteht, wird zur Geburtshelferin des Friedens – für andere und für sich selbst.

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Emotionale Intelligenz – Lisa Feldman Barrett und die Kraft, Gefühle genau zu benennen

Wer Gefühle präzise benennt (emotionale Granularität, Lisa Feldman Barrett), reguliert sich besser – das ist der menschliche Vorsprung gegenüber einer KI, die Emotionen erkennt, aber nicht fühlt. Emotionale Intelligenz beginnt beim genauen Erkennen des eigenen Gefühls und schafft so Vertrauen im Gespräch.

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Sarkasmus, Ironie, Zynismus – Li Huang, Olga Stavrova und die Gewürzkunde des Gesprächs

Sarkasmus steigert nach Li Huangs Experimenten die Kreativität von Sendern und Empfängern, erzeugt aber Konflikt, wo kein Vertrauen trägt – und das „zynische Genie“ entlarven Olga Stavrovas Daten von 200.000 Menschen aus 30 Ländern als Illusion: Zynischere Menschen schneiden bei Kompetenztests schlechter ab. Für wertschätzende Gespräche gilt die Gewürzkunde: Ironie dosiert, Sarkasmus nur unter Vertrauten und nie nach unten, Zynismus gar nicht – nachwürzen geht, entsalzen nicht.

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Friede, Freude, Eierkuchen – Lencioni, Karen Jehn und der Preis der künstlichen Harmonie

„Friede, Freude, Eierkuchen“ erstickt aus Angst vor Beziehungskonflikten auch den produktiven Sachkonflikt – dabei zeigt Karen Jehns Studie an 105 Teams, dass Aufgabenkonflikte Leistung und Ideen fördern können, während Beziehungskonflikte fast immer schaden, und Lencionis fünf Dysfunktionen beschreiben die Folgen der künstlichen Harmonie. Die Jehn-Sortierung trennt beides praktisch: Sachkonflikte auf den Tisch, Beziehungskonflikte unter vier Augen – denn unterdrückte Reibung wandert hinter den Rücken.

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Mut wächst im Zwischenraum – Nancy Kline, Cynthia Pury und die Umgebung, die Menschen mutig macht

Über 15 Jahre hat die Denkforscherin Nancy Kline erforscht, was Menschen dazu bringt, wirklich für sich selbst zu denken und mutig zu handeln. Ihre Antwort verschiebt den Blick vom einzelnen Charakter in den Zwischenraum: Die Qualität unserer Aufmerksamkeit füreinander bestimmt die Qualität des Denkens – und damit auch den Mut – der anderen.

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Mehr als Lärm – Paul Grice, Harry Frankfurt und die vier Maximen substanzieller Kommunikation

Orson Welles‘ Aphorismus ist scharf formuliert, aber er beschreibt ein präzise erforschtes Phänomen: Wer mit leerem Kopf redet, verletzt nicht nur die gesellschaftliche Etikette – er verletzt grundlegende Bedingungen kooperativer Kommunikation.

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Die Kunst der Begegnung – Gordon Allport, Linda Tropp und der Ausweg aus dem Etiketten-Automatismus

Kategorisieren ist Bauart des Denkens (Allport 1954), doch die Meta-Analyse von Pettigrew und Tropp über 515 Studien belegt, dass echte Begegnung Vorurteile zuverlässig abbaut – der Hebel liegt nicht im Abschaffen der Etiketten, sondern im Prüfen danach. Die Drei-Spalten-Prüfung trennt dafür Beobachtung, Gefühl und Deutung.

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