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Kategorie: Begegnung und Dialog

Die Freude der kleinen Dinge und die Kraft des neugierigen Zuhörens – Celeste Kidd und die Lücke, die uns offen hält

Neugier entsteht in der Informationslücke (Celeste Kidd) – sobald wir jemanden „zu kennen“ glauben, hören wir auf hinzuhören. Wer das Nicht-Wissen bewusst annimmt, hört neugieriger zu, baut tiefere Verbindungen und entdeckt zugleich die kleinen Dinge, die das Herz berühren.

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Nichts ist für sich allein – Percy Shelley, Naomi Eisenberger und die Kraft der Verbundenheit

Wir sind neuronal auf Verbindung gebaut – sozialer Schmerz nutzt dieselben Bahnen wie körperlicher (Naomi Eisenberger). „Nichts ist für sich allein“ (Shelley): Kleine Gesten schlagen Wellen im Umfeld; wirksam sind wir dabei nur im Jetzt.

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Trage das Schöne im Herzen – warum positive Resonanz ansteckt (und sich trainieren lässt)

Empathie und Mitgefühl sind trainierbar (Tania Singer, ReSource) – was wir im Herzen tragen und aussenden, prägt die Resonanz mit anderen (Rosa). Projektion, Spiegelung und Reflexion bewusst zu unterscheiden, macht Begegnungen klarer. (Emotos Wasser-„Forschung“ wurde als pseudowissenschaftlich entfernt.)

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Die Kunst des Fragens – Lévi-Strauss, Karen Huang und warum Fragende beliebter sind

Lévi-Strauss‘ belegter Satz aus den Mythologica – nicht die richtigen Antworten, sondern die richtigen Fragen zeichnen den Wissenschaftler aus – bekommt durch die Harvard-Forschung von Karen Huang und Alison Wood Brooks empirischen Rückenwind: Wer mehr fragt, besonders echte Folgefragen, wird als zugewandter erlebt und messbar mehr gemocht. Die Angst, durch Fragen unwissend zu wirken, ist damit widerlegt – die Folgefragen-Woche macht den Befund im eigenen Alltag prüfbar.

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Staunen macht das Ich kleiner – Dacher Keltner, Jennifer Stellar und die Wissenschaft der Ehrfurcht

Was als kindliche „Magie“ abgetan wird, trägt in der Psychologie einen nüchternen Namen: Ehrfurcht. Über fünf Studien mit mehr als 2.000 Menschen zeigten Paul Piff und Dacher Keltner, dass Momente des Staunens das eigene Ich spürbar verkleinern – und Menschen danach großzügiger, hilfsbereiter und ehrlicher handeln.

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Liebe, die frei lässt – Cindy Hazan, Avi Assor und die Wissenschaft der Bindung ohne Bedingung

Bindungsforschung zeigt, dass etwa jeder fünfte Erwachsene Nähe ängstlich-klammernd erlebt, weil frühe Bindungserfahrungen ihre Spur in jeder späteren Beziehung hinterlassen. Cindy Hazan und Phillip Shaver fanden in einer Befragung mit über 1.

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Güte ist ansteckend – James Fowler, Nicholas Christakis und die drei Grade, über die sich Freundlichkeit verbreitet

Eine freundliche Handlung bleibt nicht bei einem Menschen. James Fowler und Nicholas Christakis haben in einem Experiment gezeigt, dass kooperatives Verhalten sich in sozialen Netzwerken wie eine Welle ausbreitet – bis zu drei Grade weit, von Mensch zu Mensch zu Mensch zu Mensch. Wer freundlich handelt, beeinflusst also nicht nur sein Gegenüber, sondern auch Menschen, die er nie trifft.

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Empathie oder Mitgefühl – Tania Singer, Olga Klimecki und der feine Unterschied, der über Ausbrennen entscheidet

Empathie und Mitgefühl gelten oft als dasselbe – die Hirnforschung zeigt, dass sie verschiedene neuronale Netzwerke aktivieren und entgegengesetzte Folgen haben können. Tania Singer und Olga Klimecki fanden: Wer das Leid anderer nur mitfühlt, ohne den nächsten Schritt zu gehen, gerät in „empathischen Stress“ – eine Hauptursache für Erschöpfung in helfenden Berufen.

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Wenn Worte Bedeutungen umfärben – Steven Hayes, Yvonne Barnes-Holmes und die Bezugsrahmentheorie im Gespräch

Die Bezugsrahmentheorie (Relational Frame Theory, RFT) von Steven Hayes, Dermot und Yvonne Barnes-Holmes erklärt, warum Sprache so mächtig ist: Menschen verknüpfen beliebige Reize zu Beziehungsnetzen, und über diese Netze überträgt sich Bedeutung – ein neutrales Ereignis wird allein durch den sprachlichen Rahmen, in den wir es stellen, angenehm oder bedrohlich.

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Das Herz als Schlüssel – Novalis, Jennifer Stellar und die Physiologie des Mitgefühls

Novalis‘ Fragment vom Herzen als Schlüssel der Welt wird von Jennifer Stellars Forschung fast wörtlich eingelöst – Mitgefühl verlangsamt messbar den Herzschlag und aktiviert den Vagusnerv, den Träger von Sicherheit und Zuwendung. Mitgefühl ist dabei mehr als Gefühl: Es öffnet Türen im Leben anderer, oft mit nichts als Aufmerksamkeit und einer hergestellten Verbindung – die Türöffner-Woche macht daraus eine Praxis.

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