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Nachhaltige Veranstaltungen der Pharmaindustrie: Quantensprünge mit virtuellen und hybriden Formaten (Buchbeitrag, 2021)

Präsenzformate eins zu eins ins Virtuelle zu übertragen geht selten gut. In diesem Buchbeitrag beschreibe ich, wie Bildungsangebote der Pharmaindustrie dauerhaft in virtuelle und hybride Formate transformiert werden – so, dass sie den Erwartungen ihrer Zielgruppe gerecht werden. Mein zentrales Argument: Technik allein trägt nicht. Über den Erfolg entscheiden der organisationale Rahmen, die Haltung der Führungskräfte und die Motivation der Mitarbeitenden.

Ob Advisory Board, Stammtisch, Symposium oder regionales Treffen – all das sind Bildungsangebote. Sie nur technisch zu „virtualisieren“ greift zu kurz: Die reine Vermittlung von Moderationstechnik verpufft, wenn das Drumherum nicht stimmt.

Didaktik vor Technik

Ich ordne die Formate didaktisch ein – in Anlehnung an Horst Siebert – und stelle zwei Profile gegenüber: die Bildungstheorie (Vernunft, Diskurs, Weltverstehen) und die Ermöglichung (Selbstständigkeit, Experimentieren, Beratung statt Belehrung). Für die Weiterbildung anspruchsvoller Zielgruppen ist gerade das ermöglichende Profil der Schlüssel.

Bereitschaft, Effizienz, echte Kosten

Anhand mehrerer Studien prüfe ich die Bereitschaft der Zielgruppe, sich virtuell weiterzubilden – sie ist über die Jahre deutlich gestiegen –, und wäge Effizienz und Effektivität gegen die echten Kosten von Präsenzveranstaltungen ab. Dabei zählen nicht nur die sichtbaren Kosten (Raum, Reise, Honorare), sondern auch die Opportunitätskosten der ganztägigen Bindung von Menschen. So wird sichtbar, warum virtuelle und hybride Formate kein Notbehelf, sondern ein nachhaltiger Quantensprung sein können – vorausgesetzt, die Organisation gestaltet den Wandel bewusst mit.

Auch dieser Beitrag erschien im von Elke Schwarz herausgegebenen Sammelband.

📑 Stephanie Voss: Nachhaltige Veranstaltungen der Pharmaindustrie: Quantensprünge erreichen mit virtuellen und hybriden Formaten. In: Elke Schwarz (Hrsg.): Omnichannel im Pharma-Vertrieb. Grundlagen, Benchmarks und Beispiele für den Pharma-Außendienst. Springer Gabler, Wiesbaden 2021, S. 185–219. → https://doi.org/10.1007/978-3-658-34432-0_8

Zusammenfassung: Der Beitrag zeigt, dass die nachhaltige Transformation von Bildungsangeboten der Pharmaindustrie in virtuelle und hybride Formate mehr verlangt als Moderationstechnik – sie braucht Rahmen, Haltung und Motivation. Didaktisch tragen vor allem ermöglichende Formate, wirtschaftlich überzeugen sie über die echten Kosten inklusive Opportunitätskosten.

Teil der Seite „Veröffentlichungen“ – Bücher und Beiträge von mir.

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