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Autor: Stephanie Voss

Ich bin Stephanie Voss – Diplom-Oecotrophologin (Universität Kiel), Doppelmaster in Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung (TU Kaiserslautern) und zweifache Springer-Gabler-Autorin. Seit über zwei Jahrzehnten arbeite ich im Learning & Development der Pharmaindustrie an Lernen, das nicht im Seminarraum endet, sondern Kultur formt: kollaborativ, ermöglichend und anschlussfähig an die Komplexität, in der Organisationen heute arbeiten.

Mein Ansatz verbindet moderne Lernformate mit Technologie – KI-gestützte Lernempfehlungen, Social Blended Learning, E-Learning-Architekturen, Coaching- und Führungsentwicklungsprogramme sowie Trainings zu unbewussten Vorurteilen.

Meinen Master in Erwachsenenbildung habe ich bei Rolf Arnold an der TU Kaiserslautern absolviert, den Master in Organisationsentwicklung ebendort. 2014 wurde ich mit dem Human Resources Excellence Award ausgezeichnet, 2015 erneut nominiert. Mein Lernverständnis ist konstruktivistisch geprägt: Menschen werden nicht belehrt, sondern in ihrer eigenen Sinngebung ermöglicht.

Bei Springer Gabler sind zwei Bücher von mir erschienen: „Erfolgreich Gespräche im Berufsalltag führen" (2023, mit einem Geleitwort von Rolf Arnold) und „Arbeitstagungen mit Großgruppen erfolgreich partizipativ gestalten" (2025, mit einem Geleitwort von Werner Sauter).

Hier schreibe ich die Serie „Mut tut gut" – von der inneren Haltung über Wahrnehmung und Begegnung bis zum wirksamen Handeln und zur lernenden Organisation. Sie folgt einer Frage: Wie schaffen wir Räume, in denen Menschen Mut entwickeln dürfen?

Die Kraft des inneren Sommers – Camus, Lucy Hone und die Jahreszeiten der Resilienz

Camus‘ Satz vom unbesiegbaren Sommer in den Tiefen des Winters (Heimkehr nach Tipasa, 1952) findet in Lucy Hones Resilienzforschung seine praktische Übersetzung – widerstandsfähige Menschen akzeptieren Schweres als Teil des Lebens, lenken ihre Aufmerksamkeit bewusst auch auf das Gute und steuern sich mit der Frage „Hilft mir das oder schadet es mir?“. Resilienz ist damit kein Charaktergeschenk, sondern ein Bündel erlernbarer Gewohnheiten.

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Frage mir keine Löcher in den Bauch – Todd Kashdan, George Loewenstein und die Wissenschaft der Neugier

Neugier ist keine kindliche Aufdringlichkeit, sondern eine der zentralen psychologischen Ressourcen für Lernen, Wohlbefinden und Leistung – Kashdans Forschung, die Hirnforschung von Gruber und Ranganath und Loewensteins Information-Gap-Theorie belegen ihre Wirkung. Wer Neugier zulässt, schafft die Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung, weil das neugierige Gehirn messbar besser lernt und behält.

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Den eigenen Weg finden – Antonio Machado, Herminia Ibarra und die Klarheit, die erst im Gehen entsteht

Klarheit entsteht im Tun, nicht davor – Herminia Ibarra zeigt, dass wir uns in neues Denken hineinhandeln. „Wege entstehen im Gehen“ (Machado): kleine Experimente statt großer Vorab-Gewissheit machen den eigenen Weg sichtbar.

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Die Kraft positiver Begegnungen – Elaine Hatfield und die Ansteckung der Gefühle

Gefühle stecken an (emotionale Ansteckung, Elaine Hatfield): Wie wir jemandem begegnen, überträgt sich – Schärfe erzeugt Schärfe, Wärme erzeugt Wärme. Wer die negative Kette bewusst unterbricht und freundlich antwortet, hinterlässt glücklichere Menschen und steigert sein eigenes Wohlbefinden.

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Mit sich selbst in Frieden – Matthias Claudius und die Wissenschaft des inneren Gleichmuts

Frieden mit sich selbst ist keine Glückssache, sondern eine erlernbare Haltung aus Dankbarkeit, Achtsamkeit und Demut – die Forschung zeigt, dass dankbare, gegenwärtige und vergleichsfreie Menschen messbar zufriedener und gesünder sind (Emmons, Killingsworth & Gilbert, Nolen-Hoeksema). Wer aufhört, sich zu vergleichen und in der Vergangenheit zu kreisen, schafft den inneren Ort, den die Stürme von außen nicht erreichen.

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Wer ganz genießt, lebt wirklich – Karoline von Günderrode und die fünf Gesichter des Genusses

Genuss hat fünf Gesichter – sinnlich, emotional, intellektuell, spirituell, körperlich –, und der ehrlichste Prüfstein zwischen Genießen und Getrieben-Sein ist die Frage, ob etwas aus Freude oder aus Pflicht geschieht; Karoline von Günderrode, die kompromissloseste Stimme der Romantik, erklärte das ganze Genießen zum Beweis wirklichen Lebens. Die Fünf-Fächer-Sammlung zeigt in einer Woche, welches Genuss-Fach überquillt und welches verkümmert.

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Entspannung als Schlüssel zu innerem Frieden – Yogananda, Emma Seppälä und die Ruhe, die verbindet

Ruhe ist kein Gegenteil von Leistung, sondern ihre Voraussetzung – Emma Seppälä zeigt, dass Gelassenheit Erfolg fördert, und Yogananda erinnert daran, dass ein entspannter Körper den geistigen Frieden einlädt. Kleine Wege wie bewusstes Atmen und das Ende des Multitaskings machen Ruhe alltagstauglich und ansteckend.

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Der Fehler, von dem wir überzeugt waren – Janet Metcalfe und die Wissenschaft des Lernens aus Irrtümern

Der Hypercorrection-Effekt zeigt, dass wir ausgerechnet die Fehler am gründlichsten korrigieren und behalten, von denen wir überzeugt waren, sie seien richtig – weil Überraschung und Aufmerksamkeit das Lernen verstärken, sofern korrigierendes Feedback folgt (Metcalfe, Butterfield, Fazio & Marsh). Lernen ist damit kein Vermeiden von Fehlern, sondern ihr produktives Durcharbeiten.

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Bin ich gut genug? – Michelle Obama, Therese Huston und der eigene Kompass

Michelle Obamas Becoming-Refrain „Bin ich gut genug? Ja, das bin ich“ trifft auf Therese Hustons Befund, dass Frauen nicht schlechter entscheiden, ihre Entscheidungen aber strenger beurteilt werden – weshalb der eigene Kompass Pflege braucht: das Entscheidungsverfahren kennen, Feedback filtern statt delegieren, kleine Erfolge als Trainingsdaten nutzen. Das Entscheidungs-Logbuch zeigt in zwei Wochen, dass die eigene Urteilskraft meist besser ist als das Sicherheitsgefühl.

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