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Autor: Stephanie Voss

Ich bin Stephanie Voss – Diplom-Oecotrophologin (Universität Kiel), Doppelmaster in Erwachsenenbildung und Organisationsentwicklung (TU Kaiserslautern) und zweifache Springer-Gabler-Autorin. Seit über zwei Jahrzehnten arbeite ich im Learning & Development der Pharmaindustrie an Lernen, das nicht im Seminarraum endet, sondern Kultur formt: kollaborativ, ermöglichend und anschlussfähig an die Komplexität, in der Organisationen heute arbeiten.

Mein Ansatz verbindet moderne Lernformate mit Technologie – KI-gestützte Lernempfehlungen, Social Blended Learning, E-Learning-Architekturen, Coaching- und Führungsentwicklungsprogramme sowie Trainings zu unbewussten Vorurteilen.

Meinen Master in Erwachsenenbildung habe ich bei Rolf Arnold an der TU Kaiserslautern absolviert, den Master in Organisationsentwicklung ebendort. 2014 wurde ich mit dem Human Resources Excellence Award ausgezeichnet, 2015 erneut nominiert. Mein Lernverständnis ist konstruktivistisch geprägt: Menschen werden nicht belehrt, sondern in ihrer eigenen Sinngebung ermöglicht.

Bei Springer Gabler sind zwei Bücher von mir erschienen: „Erfolgreich Gespräche im Berufsalltag führen" (2023, mit einem Geleitwort von Rolf Arnold) und „Arbeitstagungen mit Großgruppen erfolgreich partizipativ gestalten" (2025, mit einem Geleitwort von Werner Sauter).

Hier schreibe ich die Serie „Mut tut gut" – von der inneren Haltung über Wahrnehmung und Begegnung bis zum wirksamen Handeln und zur lernenden Organisation. Sie folgt einer Frage: Wie schaffen wir Räume, in denen Menschen Mut entwickeln dürfen?

Glück suchen, nicht finden – Colette und die Paradoxie des Glücksstrebens

Glück zu sehr zum Ziel zu machen, kann unglücklicher machen (Mauss u. a. 2011) – das stützt Colettes zugeschriebenen Gedanken, dass wir das Glück suchen, nicht festhalten. Wer flüchtige Momente bemerkt und wieder loslässt, hält das Glück lebendig, statt es zu verfehlen.

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In Bewegung bleiben – Christina Maslach und die Kunst des richtigen Tempos

Nicht Schnelligkeit, sondern ein haltbares Tempo führt zum Erfolg – Christina Maslachs Burnout-Forschung zeigt, was chronische Überlastung anrichtet (Erschöpfung, Zynismus, Wirkungslosigkeit). Wer bewusst Ziele, Reflexion und Grenzen wählt, findet den eigenen Takt, statt sich zu verausgaben.

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Die wahre Knappheit ist die Zeit – Ashley Whillans, Cassie Mogilner und die Wissenschaft des Zeitwohlstands

Trotz steigender Einkommen fühlen sich Menschen weltweit zunehmend unter Zeitdruck – und verwechseln dabei, was wirklich knapp ist. Ashley Whillans und Elizabeth Dunn zeigten über vier Länder hinweg (n = 6.

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Den Tanz mitgestalten – Amy Wrzesniewski, Lisa Aspinwall und die Wissenschaft des Handlungsspielraums im Wandel

Wer Veränderung nur erleidet, zahlt dafür mit Stress und Widerstand – wer den eigenen Handlungsspielraum darin gestaltet, mit Sinn und Wirksamkeit. Amy Wrzesniewski und Jane Dutton zeigten, dass Menschen ihre Arbeit aktiv zuschneiden: Sie verändern Aufgaben, Beziehungen und die Deutung ihrer Tätigkeit – und erleben dieselbe Stelle dadurch grundlegend anders (Job Crafting).

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Die Kunst des Ausruhens – Sabine Sonnentag und warum Erholung Teil der Arbeit ist

Erholung ist Teil der Arbeit, nicht ihr Gegenteil – der 6-Stunden-Tag von Svartedalen und Sabine Sonnentags Forschung zur psychologischen Distanzierung zeigen, dass echtes Abschalten Gesundheit und Leistung trägt. Mikropausen, ein Abschalt-Ritual und klare Erreichbarkeitsgrenzen machen die Kunst des Ausruhens alltagstauglich.

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Staunen macht das Ich kleiner – Dacher Keltner, Jennifer Stellar und die Wissenschaft der Ehrfurcht

Was als kindliche „Magie“ abgetan wird, trägt in der Psychologie einen nüchternen Namen: Ehrfurcht. Über fünf Studien mit mehr als 2.000 Menschen zeigten Paul Piff und Dacher Keltner, dass Momente des Staunens das eigene Ich spürbar verkleinern – und Menschen danach großzügiger, hilfsbereiter und ehrlicher handeln.

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Das Leben als Reise – Seneca, Alexandra Freund und die Kunst, Ziele flexibel zu halten

Wir brauchen Ziele für Sinn und Orientierung (Seneca) – und die Fähigkeit, sie anzupassen, wenn das Leben dazwischenkommt. Alexandra Freunds SOC-Modell (Selektion, Optimierung, Kompensation) zeigt flexible Zielanpassung als Kompetenz, nicht als Scheitern: einen Hafen haben und den Kurs ändern dürfen.

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Liebe, die frei lässt – Cindy Hazan, Avi Assor und die Wissenschaft der Bindung ohne Bedingung

Bindungsforschung zeigt, dass etwa jeder fünfte Erwachsene Nähe ängstlich-klammernd erlebt, weil frühe Bindungserfahrungen ihre Spur in jeder späteren Beziehung hinterlassen. Cindy Hazan und Phillip Shaver fanden in einer Befragung mit über 1.

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Mit anderen Augen sehen – die phänomenologische Methode von Edith Stein

Edith Steins phänomenologische Methode – besonders die Epoché, das Einklammern von Vorannahmen – ist ein praktisches Werkzeug, um Menschen und Situationen klarer und urteilsfreier wahrzunehmen. Wer erst beschreibt und dann deutet, verhindert Vorverurteilungen – im eigenen Kopf und im Team.

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