Zum Inhalt springen

Kategorie: Mut tut gut

Vom Wunsch zur Wirkung – Lisa Burke, Holly Hutchins und warum Lernplanung über Tagungserfolg entscheidet

Die Transfer-Synthese von Lisa Burke und Holly Hutchins zeigt, dass Lernerfolg an drei Faktorenbündeln hängt – Lernende, Design und vor allem dem Arbeitsumfeld nach dem Event –, weshalb überladene Tagungsprogramme ohne Bedarfsanalyse als Gießkanne verpuffen. Das Auftragsklärungs-Quartett (Wirkung, Auswahl, Umfeld, Messung) verwandelt Wunschlisten in Wirkungspläne – denn ein Ziel ohne Plan bleibt ein Wunsch, wem auch immer der Satz gehört.

Leave a Comment

Die Wertschätzung von Momenten – Arthur Schopenhauer und der George-Bailey-Effekt

Wir bemerken das Schöne oft erst, wenn es fehlt (Schopenhauer) – der „George-Bailey-Effekt“ (Koo, Algoe u. a. 2008) zeigt: Wer sich die Abwesenheit eines guten Ereignisses vorstellt, schätzt es danach mehr. Mentale Subtraktion holt das Gewohnte aus der Selbstverständlichkeit und macht den Moment wieder sichtbar.

Leave a Comment

Die Kraft der Stille – Christopher Long, das Default Mode Network und die produktive Einsamkeit

Gewählte Einsamkeit (solitude) ist kein Rückzug, sondern einer der produktivsten Zustände des Geistes – Long und Averill, die Forschung zum Default Mode Network und Csikszentmihalyi zeigen, dass kreative Verknüpfungen und Einsichten gerade in Phasen scheinbarer Untätigkeit entstehen. Wer bewusst Räume für Stille einbaut, schafft die Voraussetzung für Lerntiefe, Originalität und fundierte Entscheidungen.

Comments closed

Geduld und Mitgefühl – Gollum, Gandalf und was Charlotte Witvliet über den Groll weiß

Gandalfs Mitleid mit Gollum rettet am Ende Mittelerde – und Charlotte Witvliets Experimente zeigen die messbare Seite dieser Weisheit: Groll treibt Herzfrequenz, Blutdruck und Anspannung schon beim Daran-Denken nach oben, während imaginierte Vergebung das Nervensystem ruhig hält. Geduld mit schwierigen Menschen ist damit auch Selbstschutz; der ungesendete Brief macht den Perspektivwechsel praktisch übbar.

Leave a Comment

Die Neutrale Zone – William Bridges, Nancy Schlossberg und die Wissenschaft der Übergänge

Veränderung ist ein äußeres Ereignis, der Übergang der innere psychologische Prozess – und zwischen Ende und Neuanfang liegt die Neutrale Zone, eine Phase der Verunsicherung, die zugleich der Nährboden für das Neue ist (Bridges, Mezirow, Schlossberg). Wer Übergänge als eigene Phase mit eigener Logik anerkennt, statt sie zu überspringen, schafft die Voraussetzung für gelingende Transformation.

Comments closed

Die Bedeutung von Winter und Frühling – Anne Bradstreet und der Wert der stillen Vorbereitung

Ohne Winter kein voller Frühling – die stille Phase der Einkehr trägt das spätere Wachstum. Die Reflexionsforschung von Di Stefano und Gino zeigt: bewusstes Durchdenken von Erfahrung verbessert die Leistung mehr als bloßes Weitermachen; eine kurze „Winter-Reflexion“ macht aus Erfahrung Können.

Leave a Comment

Authentizität am Arbeitsplatz – Goethe, Herminia Ibarra und das „Von Herzen, aber nicht starr“

Echte Kommunikation muss „von Herzen gehen“ (Goethe) – aber Authentizität ist nach Herminia Ibarra kein starrer Kern, sondern anpassungsfähig: von Herzen kommunizieren und sich zugleich entwickeln dürfen. Konkrete, ehrliche Anerkennung ist der überprüfbar echte Weg von Herz zu Herz.

Leave a Comment

Drei Menschen, ein Apfel, drei Wirklichkeiten – Watzlawick, von Glasersfeld und die Verantwortung für die eigene Deutung

Wirklichkeit ist keine objektive Gegebenheit, sondern eine Konstruktion – drei Menschen erleben denselben Wurm im selben Apfel als drei verschiedene Wirklichkeiten (Watzlawick, von Glasersfeld), und wer Ereignisse der eigenen Deutung zuschreibt, bewältigt Krisen besser (Rotters Locus of Control). Verantwortung beginnt damit nicht beim Handeln, sondern bei der Deutung – und genau darin wurzelt Selbstachtung.

Comments closed

Das Geheimnis der Veränderung – Dan Millman, Diana Whitney und die Kraft, Neues zu bauen

Wandel gelingt eher über das Ausbauen vorhandener Stärken als über den Kampf gegen das Alte – das zeigt die Appreciative Inquiry von Diana Whitney und Amanda Trosten-Bloom. Ein kleines, gut begleitetes Pilotprojekt überzeugt nachhaltiger als jede Grundsatzdebatte.

Leave a Comment